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Zukunftsforum: DKG warnt vor Kliniksterben bis 2030

Der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß sieht die Krisenfestigkeit der Krankenhäuser aufgrund des GKV-Spargesetzes gefährdet. © DKG/Lopata

Quelle: Der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß sieht die Krisenfestigkeit der Krankenhäuser aufgrund des GKV-Spargesetzes gefährdet. © DKG/Lopata

Zukunftsforum: DKG warnt vor Kliniksterben bis 2030

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Mit ihrem Zukunftsforum Krankenhaus in Berlin hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) die Frage in den Mittelpunkt gestellt, wie resilient und krisenfest ein Gesundheitssystem unter massivem wirtschaftlichem Druck überhaupt noch sein kann. Dabei hat die drohende wirtschaftliche Schieflage die Prognose deutlich verschlechtert.

Unter den aktuellen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden die deutschen Krankenhäuser nach Darstellung der Deutschen Krankenhausgesellschaft nicht in der Lage sein, sich ausreichend resilient und krisenfest aufzustellen. Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG, Dr. Gerald Gaß: „Die massiven Einschnitte, die die Bundesregierung mit ihrem aktuellen Sparpaket vorantreibt, nehmen den Krankenhäusern jeden Handlungsspielraum, um sich mit Zukunfts- und Sicherheitsfragen auseinanderzusetzen. Bereits heute arbeitet ein Großteil der Krankenhäuser defizitär. Die zusätzlich vorgesehenen Kürzungen in Höhe von knapp 30 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 sowie die laufende Krankenhausreform werden weitere Häuser in die wirtschaftliche Schieflage und in Insolvenzen treiben.“

Selbst die Krankenhäuser, die unter diesen Bedingungen überleben, werden gezwungen sein, sich ausschließlich auf das unmittelbare Kerngeschäft der medizinischen Versorgung im Regelbetrieb zu konzentrieren, so Dr. Gaß. Es fehle den Geschäftsführungen ebenso wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Zeit, Personal und finanziellen Ressourcen, um sich mit zentralen Fragen der Krisenvorsorge zu befassen. Dabei zeigten die aktuellen geopolitischen Entwicklungen und die zunehmenden hybriden Bedrohungen deutlich, dass Deutschland dringend widerstandsfähigere Krankenhausstrukturen benötige. „Tatsächlich sind die Krankenhäuser weder auf Cyberangriffe noch auf mögliche militärische Krisenszenarien ausreichend vorbereitet.“

Ein Gutachten des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) und des Institute for Health Care Business (hcb) hat ergeben, dass allein für die notwendige Cybersicherheit der Krankenhäuser Investitionen von mehr als 2,8 Milliarden Euro erforderlich wären. Um Krankenhäuser auf Verteidigungs- und Krisenlagen vorzubereiten, wären über Jahre hinweg sogar Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe notwendig. Doch anstatt diese dringend erforderlichen Mittel endlich bereitzustellen, werde den Krankenhäusern sogar Geld entzogen.

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft

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