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DMEA 2026: Warken will ePA zur zentralen Plattform der Primärversorgung

Fachpublikum in einer modernen Digital Health Messehalle mit großen Bildschirmen als Symbol fuer ePA als zentrale Plattform der Primaerversorgung

Quelle: © Maryna - stock.adobe.com

DMEA 2026: Warken will ePA zur zentralen Plattform der Primärversorgung

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mgb medizin Redaktion

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3 MIN

Erschienen in: UroForum

22.000 Teilnehmende kamen 2026 zur DMEA 2026 in Berlin. Mit rund 900 Ausstellern aus nahezu 30 Ländern, 550 Speakern und einem umfangreichen Kongressprogramm unterstreicht die DMEA ihre Rolle als zentrale Plattform für die digitale Transformation des Gesundheitswesens. Zum Auftakt kam auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.

In ihrer Keynote kommentierte Warken die Rolle der DMEA: „Die entscheidende Frage ist schon lange nicht mehr, ob wir digitalisieren, sondern wie entschlossen und wie klug wir das tun. Die DMEA ist genau der richtige Ort, um darüber miteinander ins Gespräch zu kommen. Hier wird sichtbar, was unser Gesundheitssystem in den kommenden Jahren ganz konkret prägen wird. Die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung und unseres Gesundheitswesens insgesamt hängt davon ab, wie entschlossen wir digitale Innovationen in die Praxis umsetzen können.“

An aktuellen Anlässen für ihre Keynote auf der DMEA in Berlin fehlte es Nina Warken nicht: Die Bundesministerin für Gesundheit sieht im demografischen Wandel, dem Fachkräftemangel sowie der Unterfinanzierung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zahlreiche Gründe für Reformen des deutschen Gesundheitswesens. Dabei spiele die Digitalisierung eine wichtige Rolle, um Prozesse effizienter zu gestalten und Kosten zu reduzieren. „Wir wollen nicht an, sondern mit der Digitalisierung sparen“, betonte die Ministerin.

Hohe Ansprüche an die Elektronische Patientenakte

Dass inzwischen mehr als 70 Millionen gesetzlich Versicherte über eine elektronische Patientenakte (ePA) verfügen, wertete Nina Warken als Erfolg. Die ePA erleichtere Leistungserbringer:innen die Arbeit, indem sie ihnen Zugriff auf Medikationslisten, Blutwerte oder Befunde gebe. Nun gelte es, den Anmeldeprozess für Versicherte zu vereinfachen und gleichzeitig die hohen Sicherheitsstandards beizubehalten. Die für Ende des Jahres geplante Volltextsuche in der ePA soll schnelleren Zugang zu den gespeicherten Informationen bieten.

In ihrer Weiterentwicklung soll die ePA zur „Alltags-App“ werden als DIE zentrale Anlaufstelle für die ambulante Erstversorgung, so Warken. Von der Ersteinschätzung bis zur Terminvereinbarung wird sie künftig Nutzende durch das Gesundheitssystem begleiten. Den Krankenkassen kann sie beim personalisierten Angebot von Präventionsleistungen helfen wie Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen.

Neue Perspektiven für die Forschung

Die erhobenen Daten können aber auch Forschung und Wissenschaft bei der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden und Medikamente unterstützen. Das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) sorge für eine anonymisierte Auswertung und sei ein Baustein, um den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) fristgerecht umzusetzen. Ein weiterer sei der aktuelle Entwurf für das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG). Laut Nina Warken wird es den Nutzen der Digitalisierung für Patient:innen,

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gab in ihrer Keynote einen Überblick der Digitalprojekte im Gesundheitswesen. (Quelle: DMEA 2026/Messe Berlin)
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gab in ihrer Keynote einen Überblick der Digitalprojekte im Gesundheitswesen. (Quelle: DMEA 2026/Messe Berlin)

Behandelnde und Forschende gleichermaßen erlebbarer machen und einen verlässlichen Rahmen für KI-Anwendungen geben. KI bezeichnete sie als wichtigen Wachstumsmarkt, in dem sie Deutschland gut aufgestellt sieht. Bei der Telematik-Infrastruktur möchte sie Komplexität und Medienbrüche reduzieren und dafür die gematik stärken.

Quelle: DMEA 2026

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