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KBV appelliert an die Mittelstands-Nähe des neuen Gesundheitsministers Linnemann

Der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat bei der Selbstverwaltung neue Hoffnungen erzeugt. © Koch/CDU

Quelle: Der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat bei der Selbstverwaltung neue Hoffnungen erzeugt. © Koch/CDU

KBV appelliert an die Mittelstands-Nähe des neuen Gesundheitsministers Linnemann

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Der Amtsantritt des neuen Bundesgesundheitsministers Carsten Linnemann hat bei Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Deutscher Krankenhausgesellschaft neue gesundheitspolitische Hoffnung ausgelöst. Beide Verbände fordern aus ihren Perspektiven einen Kurswechsel in der Reformpolitik.

„Viel Fortune fürs neue Amt“, wünscht der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) dem neuen Bundesgesundheitsminister. „Die Praxen der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen stehen für rund 780.000 Arbeitsplätze in diesem Land. Das sind mehr als in der Automobilindustrie. 97 % der Patientenversorgung erfolgt in den Praxen. Das sind signifikant gute Kennzahlen. Doch anstatt diese zu fördern, verschlechtert Politik signifikant die Rahmenbedingungen durch eine Sparpolitik, die den Mittelstandstreiber Praxen erheblich schwächt“, stellen Dres. Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner fest.

Als studierter Betriebswirt und promovierter Volkswirt wisse Linnemann genau, dass Betriebe nur bestehen könnten, wenn sie auch Planungssicherheit und betriebswirtschaftlichen Erfolg hätten. „Wir sind jederzeit dialogbereit. Unser Gesprächsangebot steht, denn die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Praxen ist massiv gefährdet“, so die KBV.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) gratuliert Carsten Linnemann ebenfalls zu seiner Ernennung und bietet eine „konstruktive Zusammenarbeit bei den bevorstehenden Aufgaben“ an. Im Gegensatz zur KBV setzt die DKG andere Akzente. „Die Sicherung einer flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Krankenhausversorgung muss (…) oberste Priorität haben. Die Krankenhäuser stehen nach dem Beschluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Hier braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln, um drohende Versorgungslücken durch den kalten Strukturwandel abzuwenden“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG, Dr. Gerald Gaß.

Der neue Minister stehe vor der Aufgabe, die begonnenen Reformen des Gesundheitswesens verlässlich und praxistauglich weiterzuentwickeln. „Der mit der Krankenhausreform begonnene Umbau der Krankenhauslandschaft darf infolge der finanziellen Defizite nicht im Chaos enden. Wir brauchen eine planvolle und schrittweise Veränderung, die die Menschen in den Regionen mitnimmt und Alternativen entwickelt, bevor Strukturen ersatzlos wegbrechen. Gleichzeitig muss die dringend notwendige Notfallreform endlich umgesetzt werden“, fordert DKG-Chef Gaß. Aus Sicht der DKG wird der konsequente Abbau bürokratischer Belastungen eine „Schlüsselaufgabe der kommenden Jahre“ sein.

Quellen: KBV, DKG

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