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Hartmannbund kritisiert Auslaufen des Paktes für den ÖGD

Haende halten schuetzend bunte Figuren verschiedener Menschen als Symbol fuer den oeffentlichen Gesundheitsdienst und den Pakt fuer den OEGD

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Hartmannbund kritisiert Auslaufen des Paktes für den ÖGD

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Der Arbeitskreis Gesundheitsdienste des Hartmannbundes spricht sich entschieden gegen das geplante Auslaufen des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zum Ende des Jahres aus. Die Entscheidung des Bundes, den Pakt nicht zu verlängern und keine neuen Mittel bereitzustellen, schwächt die Krisenfestigkeit des Gesundheitssystems.

Der Pakt für den ÖGD wurde 2020 von Bund und Ländern beschlossen und mit insgesamt rund vier Milliarden Euro ausgestattet. Mit den Mitteln konnten bundesweit tausende Stellen geschaffen, Digitalisierungsprojekte umgesetzt, moderne Arbeitsstrukturen aufgebaut sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote im ÖGD gestärkt werden. Zudem hat der Pakt maßgeblich zur Akademisierung des Fachs beigetragen, unter anderem durch die Einrichtung von Professuren und den Ausbau wissenschaftlicher Strukturen.

„Der Pakt für den ÖGD war kein kurzfristiges Kriseninstrument, sondern ein notwendiger Strukturimpuls“, erklärt Prof. Dr. Volker Harth, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheitsdienste. „Wer ihn nun auslaufen lässt, riskiert, dass mühsam aufgebaute personelle, digitale und fachliche Kapazitäten verloren gehen. Dialog allein ersetzt keine verlässliche Finanzierung.“ Nach Ansicht des Arbeitskreises kommen die Pläne des Bundes zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Anforderungen an den ÖGD nehmen weiter zu. Dr. Claudia Wein, stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises und ehemalige Berliner Amtsärztin, erläutert: „Neben dem Infektionsschutz gewinnen Themen wie Klimawandelfolgen, gesundheitlicher Bevölkerungsschutz, Prävention, soziale Ungleichheit sowie die Vorbereitung auf zukünftige Krisen zunehmend an Bedeutung“, so Wein.

Prof. Dr. Volker Harth, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheitsdienste, warnt vor einem Ende der ÖGD-Förderung. (Foto: Hartmannbund/Die Hoffotografen)
Prof. Dr. Volker Harth, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheitsdienste, warnt vor einem Ende der ÖGD-Förderung. (Foto: Hartmannbund/Die Hoffotografen)

Ein leistungsfähiger ÖGD ist eine tragende Säule der Daseinsvorsorge. Ihn finanziell wieder auf ein vorpandemisches Niveau zurückzuführen, ist gesundheitspolitisch kurzsichtig und sicherheitspolitisch fahrlässig. Der Arbeitskreis Gesundheitsdienste fordert Bund und Länder daher auf, den Pakt für den ÖGD weiterzuentwickeln und über 2026 hinaus fortzuführen, um den ÖGD dauerhaft als attraktiven und leistungsfähigen Bereich des Gesundheitssystems zu stärken.

Franz-Günter Runkel

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