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DKG: Krankenhäuser fordern Investitionen in gekühlte Krankenzimmer

Von Sonne aufgeheiztes Krankenhauszimmer mit leerem Bett als Symbol dafuer, dass die DKG Investitionen in gekuehlte Krankenzimmer fordert

Quelle: Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes haben einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der extremen Juni-Hitze und Todesfällen im Krankenhaus. © catinsyrup - stock.adobe.com

DKG: Krankenhäuser fordern Investitionen in gekühlte Krankenzimmer

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert angesichts der alarmierenden Zahlen zur hitzebedingten Übersterblichkeit aus dem Robert-Koch-Institut und dem Statistischen Bundesamt entschiedene Schritte, um Krankenhäuser an den Klimawandel und zunehmende Hitzeperioden anpassen zu können.

Dabei geht es laut DKG auch um die Kühlung von Patientenzimmern, die in deutschen Krankenhäusern die Ausnahme ist. Die DKG erkennt hier erheblichen Nachholbedarf und sieht sich in ihrer Forderung nach einem umfangreichen Klima-Investitionsprogramm bestätigt. Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG, Dr. Gerald Gaß: „Die jüngst veröffentlichten Zahlen zur Übersterblichkeit im Juni sind dramatisch. Schon die Daten des Statistischen Bundesamtes haben einen eindeutigen Zusammenhang mit der extremen Hitze in den letzten zehn Tagen des Monats Juni hergestellt. Um es klar und deutlich zu benennen: In Deutschland sterben Menschen wegen einer Hitze, vor der sie niemand schützt. Jetzt bestätigt das Robert-Koch-Institut die Kausalität noch einmal.“

Unter dieser Hitze litten die Patientinnen und Patienten der Krankenhäuser noch einmal mehr als gesunde Menschen. Diese Zahlen seien ein unüberhörbares Alarmsignal an die Politik, nun endlich Schritte zu unternehmen, um Krankenhäuser mit Kühltechnik auszustatten. Nur 38 % der Krankenhäuser verfügen über gekühlte Patientenzimmer, so eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts. Der tatsächliche Anteil der gekühlten Krankenzimmer in allen deutschen Krankenhäusern liegt nach DKG-Einschätzung noch darunter.

Fast alle Krankenhäuser geben in derselben Studie an, dass es die ausbleibende Investitionskostenfinanzierung ist, die entsprechende Nachrüstung verhindert. Seit Jahrzehnten verweigern sich die Länder ihrer Pflicht, die Investitionskosten der Krankenhäuser in tatsächlicher Höhe zu tragen. Statt in Kühltechnik fließt das wenige Geld daher zuerst in Geräte, die zur unmittelbaren Versorgung notwendig sind, sowie in unverzichtbare Bauarbeiten, stellte die DKG fest. Wer einmal während einer Hitzeperiode im Krankenhaus gewesen sei, wisse, dass  es nur mit Verschattung, Ventilatoren und anderen Improvisationen nicht weitergehen könne. Gerade kranke und vulnerable Menschen seien von der Hitze besonders stark betroffen. „Zudem können wir auch den Beschäftigten der Krankenhäuser, die unabhängig von den Temperaturen jeden Tag dieselbe Leistung erbringen müssen, die ihre Arbeitszeit nicht in kühlere Stunden verlegen und auch nicht ins Hitzefrei gehen können, solche überhitzten Arbeitsplätze nicht mehr zumuten“, fasste Dr. Gaß zusammen. Massive Investitionen seien unerlässlich, um Hitzetote im Krankenhaus zu vermeiden.

Franz-Günter Runkel

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