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KVBB fordert klare Weichenstellung statt Wahlkampf-Populismus

Für die unbudgetierte Vergütung jeder vertragsärztlichen Leistung hat sich die Urologin Catrin Steiniger, Vorsitzende der KVBB, ausgesprochen. (Foto: KVBB)

KVBB fordert klare Weichenstellung statt Wahlkampf-Populismus

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Erschienen in: UroForum

Das deutsche Gesundheitssystem steht nach Darstellung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) am Scheideweg. Die gesundheitspolitischen Diskussionen im Bundestagswahlkampf glichen einem Wunschkonzert ohne Substanz. Der Vorstand der KVBB schlägt deshalb Alarm.

Für die unbudgetierte Vergütung jeder vertragsärztlichen Leistung hat sich die Urologin Catrin Steiniger, Vorsitzende der KVBB, ausgesprochen. (Foto: KVBB)
Für die unbudgetierte Vergütung jeder vertragsärztlichen Leistung hat sich die Urologin Catrin Steiniger, Vorsitzende der KVBB, ausgesprochen. (Foto: KVBB)

In einem gemeinsamen Statement äußern sich Catrin Steiniger, Vorsitzende der KVBB, Dr. Stefan Roßbach-Kurschat, stellvertretender Vorstand, und Vorstandsmitglied Holger Rostek: „Politische Wahlversprechen wie eine Termingarantie oder die Bürger­versicherung mögen in Wählerohren populär klingen, lösen aber keine der strukturellen Probleme. Die finanzielle Lage der Praxen spitzt sich zu, zuletzt verschärft durch steigende Krankenkassen-Zusatzbeiträge. Gleichzeitig steigt die Arbeitsbelastung: Immer weniger Kolleginnen und Kollegen müssen immer mehr Patientinnen und Patienten behandeln. Dazu kommt ein eklatanter Fachkräftemangel bei Medizinischen Fachangestellten.“

Entscheidend für die zukünftige Versorgung sei, dass unsere Arbeit endlich voll vergütet wird. Eine echte Entbudgetierung für alle Fachgruppen stehe nicht zur Disposition. Gerade nach der nun gelungenen Einigung der ehemaligen „Ampel“-Fraktionen auf die Entbudgetierung der Hausärzte stehe das Thema oben auf der Tagesordnung. Zudem müssten Patientinnen und Patienten bedarfsgerecht gesteuert werden – das sei bei begrenzten Ressourcen unerlässlich. „Diese Maßnahmen muss die nächste Bundesregierung anpacken, denn junge Ärztinnen und Ärzte brauchen attraktive Bedingungen, um sich für die ambulante Medizin zu entscheiden.“

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