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Lebendorganspende ist Hoffnung für Menschen auf der Warteliste

Haende halten ein Modell einer Niere als Symbol fuer Lebendorganspende und Hoffnung fuer Patienten auf der Warteliste

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Lebendorganspende ist Hoffnung für Menschen auf der Warteliste

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Die Bundesärztekammer begrüßt die Verabschiedung des Gesetzes zur Reform der Lebendorganspende als wichtigen Schritt zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schwerer Nierenerkrankung. Bislang sah § 8 des Transplantationsgesetzes (TPG) vor, dass Lebendspenden nur für Personen mit persönlicher Verbundenheit zulässig sind.

Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, begrüßt das neue Transplantationsrecht, hält aber eine Widerspruchsregelung bei postmortalen Organspenden für unerlässlich. (Foto: BÄK/Die Hoffotografen)
Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, begrüßt das neue Transplantationsrecht, hält aber eine Widerspruchsregelung bei postmortalen Organspenden für unerlässlich. (Foto: BÄK/Die Hoffotografen)

„Die Neuregelung der Lebendorganspende eröffnet einen verantwortungsvollen Weg, den Kreis der Spender zu erweitern“, erklärt Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer. „Es ist gut, wenn jetzt mehr Menschen, die das nach reiflicher Überlegung wünschen, eine Niere für andere geben können.“ Mit der Reform werden künftig auch Überkreuzspenden, anonyme Nierenspenden sowie sogenannte Kettenspenden ermöglicht. „Das ist der richtige Ansatz“, so Reinhardt. „Betroffene Familien, in denen es Spendewillige, aber keine medizinische Übereinstimmung gibt, können nun mit anderen geeigneten Spender-Empfänger-Paaren zusammengebracht werden.“

Nach Einschätzung der Bundesärztekammer haben die gesetzlichen Änderungen das Potenzial, die Versorgungssituation vieler Betroffener deutlich zu verbessern. „Die Chance auf langfristigen Therapieerfolg ist bei Lebendspenden besonders hoch. Die Reform des Transplantationsgesetzes ist daher für unsere Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung“, betont Reinhardt. Gleichzeitig weist die Bundesärztekammer darauf hin, dass die Ausweitung der Lebendorganspende allein nicht ausreichen wird, um den bestehenden Organmangel in Deutschland nachhaltig zu beheben. Sie spricht sich daher weiterhin dafür aus, die Einführung einer Widerspruchsregelung bei postmortalen Organspenden erneut politisch zu prüfen.

Franz-Günter Runkel

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