Urologie » Sonstiges

»

Prof. Dr. Helmut Haas ist verstorben

Prof. Dr. Helmut Haas (Foto: Ronny Reimann)

Prof. Dr. Helmut Haas ist verstorben

Personalia

Urologie

Sonstiges

2 MIN

Erschienen in: UroForum

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) trauert um ihr Ehrenmitglied Prof. Dr. med. Helmut Haas. Der Heppenheimer Urologe war am 23. September im Alter von 73 Jahren verstorben.

Prof. Haas war über viele Jahre hinweg eine prägende Persönlichkeit der DGU. Von 2004 bis 2011 engagierte er sich als Schatzmeister und geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Besonders setzte er sich für die Belange der ambulanten Urologie ein. Darüber hinaus leitete er zahlreiche Kommissionen und blieb der DGU auch nach seinem Ausscheiden als Geschäftsführer der Tochtergesellschaften DGU Akademie GmbH (UroTube) und Urologische Stiftung Gesundheit gGmbH eng verbunden. Für seine Verdienste wurde er 2013 zum Ehrenmitglied ernannt und 2022 mit der Maximilian Nitze-Medaille, der höchsten Auszeichnung der DGU, geehrt.

Auch international wurde sein Engagement gewürdigt: 2023 ernannte ihn die European Association of Urology (EAU) zum Ehrenmitglied. Dort leitete er viele Jahre lang die Sektion „Outpatient and Office Urology“.

In der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie (SWDGU) war Prof. Haas ebenfalls tief verwurzelt. Von 1999 bis 2014 wirkte er im Vorstand, zunächst als Schriftführer, später als Präsident gemeinsam mit Prof. Dr. Maurice Stephan Michel. Die SWDGU ehrte Prof. Haas mehrfach: 2013 mit der Gustav-Simon-Medaille und 2015 mit der Ehrenmitgliedschaft.

Prof. Dr. Haas absolvierte seine Facharztausbildung am Bundeswehrkrankenhaus Gießen sowie an der Urologischen Universitätsklinik Mainz. Von 1982 bis 2016 führte er eine eigene urologische Praxis in Heppenheim. 2008 wurde ihm für sein Engagement in der studentischen Lehre eine Privatprofessur verliehen. Zudem war er über viele Jahre in der Fort- und Weiterbildung der DGU tätig.

Bildquelle: Ronny Reimann

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Mikroskop mit schwebenden Zellen im Labor als Symbol fuer Immuntherapie und neue Therapieoptionen beim Peniskarzinom

Update Peniskarzinom 2026: Immuntherapie und neue Therapieperspektiven

Fachbeitrag

Beim seltenen Peniskarzinom eröffnen Immuntherapien und molekulare Analysen neue Behandlungsperspektiven. Daten zu Cemiplimab zeigen jedoch, dass bislang nur bestimmte Patientengruppen profitieren. Entscheidend für die personalisierte Therapie sind daher verlässliche Biomarker und eine präzise molekulare Charakterisierung.

Urologie

Tumoren der äußeren Genitalien

Peniskarzinom

Beitrag lesen
Der damals 17-jährige Mailo erhält im Juli 2025 eine T-Zelltherapie gegen PRAME mit seinen gentechnisch veränderten Immunzellen. © privat

PRAME-T-Zelltherapie drängt metastasierten Nierentumor zurück

Aktuelles

Eine personalisierte T-Zelltherapie hat bei einem Jugendlichen mit weit fortgeschrittenem, therapieresistentem Nierentumor zu einem vollständigen Ansprechen geführt. Die Behandlung zielte auf das Tumorantigen PRAME. Eine klinische Studie für weitere Kinder und Jugendliche ist ab 2027 geplant.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Aktuell warten in Deutschland 8.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Rund 250 Abgeordnete wollen deshalb eine Widerspruchslösung im Bundestag durchsetzen. © abuzar - stock.adobe.com

Bundestags-Gruppe beantragt Widerspruchslösung für Organspende

Berufspolitik

Rund 250 Abgeordnete mehrerer Fraktionen des Bundestags haben beantragt, eine Widerspruchslösung für die Organspende im Transplantationsgesetz zu verankern. Dann müssten Versicherte z.B. einer postmortalen Nierenspende widersprechen, um sie zu verhindern.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen