Britische Forscher haben in European Urology Oncology über den molekularen Urintest Galeas Bladder berichtet. Bei Hämaturie-Patienten schaffte es der Test, 71 von 77 neu diagnostizierten Blasenkarzinomen zu entdecken. Damit könnte der Test zur Triagierung zwischen dringlichen und aufschiebbaren Zystoskopien eingesetzt werden.
Mit der prospektiv multizentrischen Untersuchung wurden sämtliche 17 muskelinvasiven Tumore in der Patientenkohorte entdeckt. Der Urintest Galeas Bladder offenbart DNA-Mutationen an 23 Genen, die mit der Entstehung eines Harnblasenkarzinoms assoziiert sind. Schon der Beleg einer einzigen Mutation gilt als positives Ergebnis. Patienten aus sieben urologischen Abteilungen des britischen National Health Service (NHS) wurden von Oktober 2024 bis Juni 2025 eingeschlossen.
Von den insgesamt 964 Teilnehmenden identifizierte Galeas bei 8% oder 77 Personen ein Harnblasenkarzinom. 816 Urintests ermittelten zuverlässig die Probanden ohne ein Harnblasenkarzinom, sodass auch die negativen Tests eine hohe Zuverlässigkeit erzielten. Galeas erkannte 54 von 60 nicht muskelinvasiven Tumoren und 35 von 36 High-Grade-Tumoren. Der negative Prognosewert erreichte gut 99% (95-%-Konfidenzintervall, 98-100%). Die positiven Prognosen erzielten 50% (42, 58%). Der Urintest könnte interessante Perspektiven für die Diagnostik des Harnblasenkarzinoms eröffnen.
(fgr)
Quelle: European Urology Oncology (2026, DOI: 10.1016/j.euro. 2026.08.005)





