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Urologische Beschwerden: Männer meiden den Gang zum Arzt

Urologische Beschwerden: Männer meiden den Gang zum Arzt

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Erschienen in: UroForum

Die meisten Männer suchen bei urologischen Problemen nicht ihren Hausarzt auf. Selbst bei sehr besorgniserregenden Symptomen meiden etwa die Hälfte der Patienten den Gang zum Arzt. Wenn die Symptome länger andauern, sich stärker auf den Alltag auswirken oder den Patienten Sorgen bereiten, ist die Wahrscheinlichkeit eines Arztbesuchs höher, so die Ergebnisse einer großen Umfrage in Dänemark.

Für viele Männer sind urologische Probleme wie Erektionsstörungen, Inkontinenz, Probleme bei Wasserlassen, Blut im Urin oder häufiger Harndrang ein Tabu-Thema. Aus diesem Grund vermuteten Wissenschaftler, dass sich viele Patienten bei solchen Problemen nicht an ihren Hausarzt wenden. Doch wie hoch ist der Anteil der Männer, die bei urologischen Problemen den Gang zum Hausarzt scheuen? Dies untersuchten dänischen Wissenschaftler mithilfe eines Fragebogens, der sich an die Allgemeinbevölkerung Dänemarks richtete.

Insgesamt 48.910 dänische Männer, die älter als 20 Jahre alt waren, wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und eingeladen, an einer Umfrage im Internet teilzunehmen. 23.240 Männer (49,8 %) folgte der Einladung und nahmen an der Umfrage teil. Diese beinhaltete Fragen zu urologischen Symptomen und dazu, ob der Patient aufgrund derer seinen Hausarzt aufsuchte. Bei jedem Symptom wurden die Betroffenen zusätzlich gefragt, wie stark sie die Beschwerde beunruhigte, wann sie zuerst auftrat und wie stark sie sich auf den Alltag auswirkte. Außerdem interessierten sich die Wissenschaftler dafür, welche Faktoren den Besuch des Hausarztes aufgrund urologischer Beschwerden beeinflussten.

Urologische Beschwerden traten der Umfrage zufolge häufig auf. 59,9 % der Befragten berichteten, dass sie in den letzten vier Wochen von mindestens einem urologischen Problem betroffen waren – das häufigste Problem war nächtlicher Harndrang gefolgt von Erektionsstörungen. Interessanterweise suchte nur etwa jeder vierte dieser Patienten (23,6 %) aufgrund dessen einen Hausarzt auf. Auch wenn die Symptome dem Patienten als sehr besorgniserregend erschienen, mieden viele Männer weiterhin den Arztbesuch. Nur etwa die Hälfte der sehr besorgniserregenden Symptome wurden laut der Umfrage mit einem Hausarzt besprochen. Es fiel auf, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Männer sich Hilfe bei ihrem Hausarzt suchten, stieg, wenn die Beschwerden ihnen größere Sorgen bereiteten, wenn sie sie in ihren täglichen Aktivitäten einschränkten und wenn sie länger anhielten.

Bei dieser Befragung wurde somit deutlich, dass viele Männer bei urologischen Problemen den Gang zum Arzt mieden. Da manche urologischen Symptome auf ernsthafte Erkrankungen wie z.B. Prostatakrebs hindeuten können, ist es jedoch wichtig, solche Beschwerden mit einem Arzt zu besprechen. Denn nur so kann eine mögliche ernste Erkrankung früh diagnostiziert und gut behandelt werden.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal
Bildquelle:© Monet – stock.adobe.com

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