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UroSkop: Prof. Susanne Krege wird 2026 erste Chefärztin im DGU-Präsidentenamt

UroSkop: Prof. Susanne Krege wird 2026 erste Chefärztin im DGU-Präsidentenamt

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Erschienen in: UroForum

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) hat heute Nachmittag Prof. Susanne Krege, Direktorin der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie der Evangelischen Kliniken Essen-Mitte, zur DGU-Präsidentin 2026 und aktuell zweite DGU-Vizepräsidentin gewählt. Dr. Hans-Ulrich Brandt aus Sulzbach im Saarland unterlag in einer Kampfabstimmung gegen Prof. Frank König.

Der in Berlin niedergelassene Urologe Prof. Frank König wurde als Co-Ressortleiter Wissenschaft und Praxis in den Vorstand der DGU gewählt.

Zu einer überraschenden Kampfabstimmung kam es bei der Wahl des neuen Co-Ressortleiters Wissenschaft und Praxis. Der niedergelassene Urologe Dr. Hans-Ulrich Brandt aus Sulzbach im Saarland kandidierte gegen den in Berlin niedergelassenen Urologen Prof. Frank König. Am Ende unterlag er nach Auskunft des DGU-Pressesprechers deutlich mit 10 zu 74 Stimmen. Prof. Frank König tritt die Nachfolge von Dr. Thomas Speck im Leitungsgremium der Fachgesellschaft an. Frank König ist Facharzt für Urologie und Andrologie in der urologischen Berufsausübungsgemeinschaft Aturo in Berlin. Er ist Vorstandsmitglied der Deutschen Uroonkologen und seit Mai 2020 außerplanmäßiger Professor an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Prof. Susanne Krege wird zweite DGU-Präsidentin nach Prof. Margit Fisch

Die von der Arbeitsgemeinschaft der leitenden Krankenhausärzte vorgeschlagene Prof. Krege ist erste Chefärztin, die DGU-Präsidentin wird und zugleich die zweite DGU-Präsidentin nach Prof. Margit Fisch überhaupt. Krege kam im April 2015 als Co-Direktorin der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie an die KEM | Kliniken Essen-Mitte und übernahm 2017 die komplette Leitung. Zuvor hatte sie die Klinik zwei Jahre gemeinsam mit Prof. Darko Kröpfl geleitet.

Prof. Susanne Krege, Direktorin der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie der Evangelischen Kliniken Essen-Mitte, wird DGU-Präsidentin 2026.

Nach ihrem Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule der RWTH Aachen arbeitete sie zunächst in der Urologie des Urbankrankenhauses in Berlin. Bereits 1990 führte ihr Weg sie nach Essen. Hier war sie bis 2007 in der Urologischen Klinik des Universitätsklinikums tätig. 2007 bis 2015 leitete sie die Abteilung für Urologie des Krefelder Alexianer-Krankenhauses Maria Hilf GmbH. Ihre Schwerpunkte sind die operative und konservative urologische Onkologie sowie die plastisch-rekonstruktive Urologie. Operativ führt sie das gesamte Spektrum urologischer Eingriffe, offen und laparoskopisch-Roboter-assistiert, bei urologischen Tumoren durch.

Die plastisch-rekonstruktiven Eingriffe betreffen insbesondere das äußere Genital im Kindes- und Erwachsenenalter. Darüber hinaus etablierte sie geschlechtsangleichende Operationen (Transgender-Chirurgie, neue Entwicklungen in der Geschlechtsdifferenzierung) an den KEM. Ihre Selbsteinschätzung: „Die Vielfalt der Urologie fasziniert mich seit 30 Jahren. Im Fokus stehen endoskopische bis Roboter-assistierte OPs bei Kindern und Erwachsenen.“

Prof. Boris Hadaschik übernimmt das DGU-Ressort Fort- und Weiterbildung

Die zweite Wahlentscheidung der DGU-Mitglieder betrifft das Vorstandsressort Fort- und Weiterbildung. Nach Prof. Marc-Oliver Grimm wurde Prof. Boris Hadaschik, Direktor der Urologischen Universitätsklinik der Universitätsmedizin Essen sowie Leiter des Uroonkologischen Zentrums, heute Nachmittag gewählt. Im Zentrum seiner Forschung steht die Uroonkologie. Zu seinen Spezialgebieten gehören Blase, Niere und Prostata sowie neue diagnostische und therapeutische Technologien. 2010 gewann er den Maximilian-Nitze-Preis.


Prof. Boris Hadaschik, Direktor der Urologischen Universitätsklinik der Universitätsmedizin Essen, wurde zum Leiter des Vorstandsressorts Fort- und Weiterbildung der DGU gewählt.

2004 wechselte Prof. Hadaschik an die Urologische Klinik der Universität Mainz, 2008 ging er nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt in Vancouver zurück an das Klinikum Heidelberg und war ab 2014 u.a. stellvertretender Leiter der Urologischen Abteilung. Wissenschaftliche Studien führten ihn an Universitäten in den USA, Kanada und Ägypten. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet.

Das Ranking zur urologischen Forschung der Jahre 2010 bis 2019 verzeichnet Prof. Hadaschik auf Platz 3 der „meistzitierten Köpfe“. Damit ist Prof. Hadaschik der meistzitierte Urologe Deutschlands, da Platz 1 nach Wien ging und Platz 2 von einem Pathologen belegt wird. Prof. Hadaschiks Publikationsleistung zeigt 167 wissenschaftliche Artikel mit 12.251 Zitationen. Der Urologe pflegt jedoch auch musische Neigungen. Der leidenschaftliche Querflötist studierte zunächst Orchestermusik an der Staatlichen Musikhochschule in Karlsruhe, bevor er sich für die Medizin entschied.

Schultz-Lampel und Bolenz wurden in Ämtern bestätigt

Zwei aktive Vorstandsmitglieder wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Im Co-Ressort Wissenschaft und Praxis erhielt Prof. Daniela Schultz-Lampel, Direktorin des Kontinenzzentrums Südwest im Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen, das Vertrauen der Mitglieder. Wiedergewählt wurde auch Prof. Christian Bolenz, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Ulm. Er wird auch in Zukunft den Haushalt und die Zahlen der DGU verantworten.

Bildquellen:© privat, Runkel, privat

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