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Zwei von drei Krankenhäusern kämpfen 2026 ums Überleben

Krankenhausflur mit medizinischem Personal und Patientenbetten, Symbol für Notfallmedizin

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Zwei von drei Krankenhäusern kämpfen 2026 ums Überleben

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Die wirtschaftliche Situation der deutschen Krankenhäuser bleibt dramatisch. 2024 haben zwei Drittel der Krankenhäuser nach Darstellung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Verluste geschrieben. Bundesweit beurteilten nur noch sechs % der Krankenhäuser ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als eher gut, so die DKG.

Für 2026 erwarten lediglich 13 % der Häuser, dass sich ihre wirtschaftliche Lage verbessern wird. Das sind Ergebnisse des aktuellen Krankenhaus-Barometers des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), einer jährlich durchgeführten Repräsentativbefragung der Allgemeinkrankenhäuser in Deutschland. Die anstehende Krankenhausreform sorgt zusätzlich für große Unruhe in den Krankenhäusern. 90 % der befragten Kliniken beklagen laut DKG fehlende Planungssicherheit, etwa zur künftigen Leistungsstruktur, zur Fallzahlentwicklung und zur Liquidität. Deswegen werden vielerorts Investitionen in die Infrastruktur und Veränderungen in der betrieblichen Organisation zurückgestellt.

Der DKG-Vorsitzende Dr. Gerald Gaß beklagt einen historischen Tiefpunkt der wirtschaftlichen Situation der deutschen Kliniken seit Einführung des Fallpauschalensystems. (Quelle: Deutscher Krankenhaustag 2025)
Der DKG-Vorsitzende Dr. Gerald Gaß beklagt einen historischen Tiefpunkt der wirtschaftlichen Situation der deutschen Kliniken seit Einführung des Fallpauschalensystems. (Quelle: Deutscher Krankenhaustag 2025)

„Die Ergebnisse des aktuellen Krankenhaus-Barometers sind alarmierend und ernüchternd zugleich. Die wirtschaftliche Situation unserer Kliniken hat einen historischen Tiefpunkt seit Einführung des Fallpauschalensystems vor mehr als 20 Jahren erreicht“, stellt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Gerald Gaß, fest. Wenn zwei Drittel der Krankenhäuser rote Zahlen schreiben, bedroht dies die Existenz der Häuser und schränkt deren Möglichkeiten für notwendige Investitionen in Modernisierung und Digitalisierung ein, so Dr. Gaß. „Wir steuern sehenden Auges auf eine Situation zu, die dramatische Auswirkungen auf die Krankenhauslandschaft in Deutschland haben wird. Die Folgen werden auch für die Patientinnen und Patienten spürbar sein. Eine Wartelistenmedizin wird dann auch in Deutschland zur Realität. Die aktuelle Schieflage der Kliniken ist das Ergebnis jahrelanger mangelhafter Finanzierung bei gleichzeitig politisch induzierten Kostensteigerungen durch immer neue und höhere Anforderungen vor allem im Bereich der Personalvorhaltung. Die jüngste Inflations- und Energiekrise hat dies noch verschärft.“

Die Ergebnisse des Krankenhaus-Barometers 2025 beruhen auf der schriftlichen Befragung einer repräsentativen Stichprobe von zugelassenen Allgemeinkrankenhäusern ab 100 Betten in Deutschland, die von Mitte Mai bis Mitte Juli 2025 durchgeführt wurde. Beteiligt haben sich insgesamt 376 Krankenhäuser.

Franz-Günter Runkel

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