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Darm-Gehirn-Herz-Achse: Mikrobieller Metabolit beeinflusst die Herzfunktion

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Darm-Gehirn-Herz-Achse: Mikrobieller Metabolit beeinflusst die Herzfunktion

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Herz und Kreislauf, Magen und Darm

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Nervensystem, Magen-Darm-Trakt, Nieren und Herz-Kreislauf-System funktionieren nicht als isolierte Kompartimente; sie steuern vielmehr gemeinsam die Aufrechterhaltung der Ionen- und Flüssigkeits-Homöostase und passen sich gemeinsam hypertoniebedingten Veränderungen an. Die Mechanismen dahinter könnten zum Verständnis der Pathogenese von hypertoniebedingter Herzinsuffizienz beitragen.

Wie Forscher des Max-Delbrück Centers in Berlin in einer tierexperimentellen Studie zeigen, ist eine diastolische Dysfunktion häufige Ursache von Hochdruck und Herzinsuffizienz – und Darmmikroben scheinen in diesem Krankheitsprozess eine zentrale Rolle zu spielen. Sie fanden heraus, dass bestimmte Darmbakterien Indol-3-Essigsäure (IAA) produzieren. Der mikrobielle Tryptophan-Metabolit unterdrückt über den Aryl-Kohlenwasserstoffrezeptor die Hyperaktivität der hypothalamischen Hcrt-Neuronen (Hypocretine), die wiederum Prozesse im Herz steuern.

Bei Hypertonie ist IAA sowohl beim ionendyshomeostatischen Zebrafisch als auch im Serum von Patienten reduziert. Eine Gabe von IAA wirkt protektiv, indem sie die Überaktivierung hypothalamischer Hypocretin-(Hcrt-) Neurone hemmt und die sympathische Nervensignalübertragung an das Herz reduziert.

Quelle: Zakarauskas-Seth BI et al. Circulation Research 2026; 138(6):e326990. https://doi.org/10.1161/CIRCRESAHA.125.326990

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