Allgemeinmedizin » Magen und Darm

»

FIT und Koloskopie: Beide Methoden verbessern die Darmkrebs-Früherkennung

© Thitiporn - stock.adobe.com

Quelle: © Thitiporn - stock.adobe.com

FIT und Koloskopie: Beide Methoden verbessern die Darmkrebs-Früherkennung

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Magen und Darm

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Bei Darmkrebs ist die frühzeitige Diagnose entscheidend für eine gute Prognose. Eine schwedische Studie bestätigte jetzt, dass mehr Fälle von Darmkrebs in einem frühen Stadium durch Screening entdeckt werden. Dabei untersuchten die Forscher die Screening-Methoden Koloskopie und FIT-Stuhltest etwas genauer. Für ihre randomisierte Studie als Teil der seit 2014 laufenden SCREESCO-Studie schlossen sie zwischen 02/2014 und 03/2026 über 278.000 60-Jährige ein, die entweder eine Koloskopie (n=31.140) oder einen 2-maligen fäkalen immunchemischen Test (FIT) (n=60.300) erhielten. 186.840 Teilnehmer bildeten die Kontrollgruppe. Bei positivem FIT-Stuhltest folgte eine Koloskopie, bei der entdeckte Adenome entfernt wurden. Beide Screening-Methoden führten insbesondere in den ersten zwei Jahren mit den meisten Interventionen zu mehr entdeckten Fällen von Darmkrebs im Frühstadium. Nach Ablauf einer Nachbeobachtungsphase von im Mittel 4,8 Jahren erfolgte eine Zwischenanalyse. Die Forscher konnten zeigen, dass die Zahl der Fälle von fortgeschrittenem Darmkrebs in beiden Interventionsgruppen zurückgegangen war. In der FIT-Gruppe entwickelten 0,61% Darmkrebs (vs. 0,73% Kontrollgruppe); in der Koloskopie-Gruppe waren es 0,69% (vs.0,72% Kontrollgruppe).

Literatur: Westerberg M, et al. Nat Med 2026. https://doi.org/10.1038/s41591-026-04225-9

Quelle: Pressemitteilung Universität Uppsala / Schweden

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Arzt mit Patientin

Fünf Prinzipien für eine zukunftsfähige Primärversorgung

Berufspolitik

Die DEGAM fordert eine Primärversorgung, die Hausarztpraxen als erste Anlaufstelle stärkt, Patientinnen und Patienten verlässlich begleitet und Versorgung im Team organisiert. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten, eine bedarfsgerechte Vergütung und eine tragfähige digitale Infrastruktur.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen
Symbolbild Prävention

Prävention braucht Evidenz – und bessere Lebensbedingungen

Berufspolitik

Nicht mehr Screenings, sondern wirksame Prävention: Die DEGAM fordert, Maßnahmen konsequent an Evidenz und individuellem Risiko auszurichten – und zugleich die Lebensverhältnisse politisch gesundheitsförderlich zu gestalten.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen
Ärztin am Laptop

Digitale Ersteinschätzung: Wann sinnvoll?

Berufspolitik

Digitale Ersteinschätzung kann Akutversorgung strukturieren – sie ersetzt aber keine hausärztliche Beurteilung. Die DEGAM fordert klare Versorgungspfade, menschliche Steuerung und systematische Evaluation.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen