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Schwere Herzschwäche: Herzpflaster zeigt klinische Wirkung

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Schwere Herzschwäche: Herzpflaster zeigt klinische Wirkung

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Schwere Herzschwäche entsteht häufig infolge eines Herzinfarkts. Teile des Herzmuskels werden dabei nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und dauerhaft geschädigt. Forschern der UMG* und des UKSH** konnten jetzt in einer klinischen Studie zeigen, dass im Labor gezüchtetes Herzmuskelgewebe geschädigte Herzen stabilisieren und dabei sowohl Pumpfunktion als auch Symptome verbessern kann. In der seit 2021 laufenden BioVAT-HF-DZHK20-Studie wird dazu ein auf Basis induzierter pluripotenter Stammzellen (IPS) gezüchtetes Herzpflaster bei Patienten mit schwerer Herzschwäche auf Sicherheit und Wirksamkeit untersucht. Über einen minimalinvasiven Zugang wird das Herzpflaster auf die Außenseite des geschädigten Herzens genäht. Dort soll das gezüchtete Gewebe eine neue Herzmuskelschicht bilden, die die geschwächte Herzmuskulatur stabilisieren und langfristig unterstützen soll. In der aktuellen Phase-1/2-Studie wurden 20 Patienten mit schwerer Herzschwäche (LVEF≤ 35%) behandelt. Ergebnis: Bei den ersten 16 Personen mit höchster sicherer Dosis (800 Mio. Herzzellen) zeigte sich 3 Monate nach der Behandlung eine Verdickung der geschädigten Herzwand. Zudem verbesserte sich die Pumpfunktion des Herzens. Auch in der mehr als 4-jährigen Nachbeobachtung zeigten sich Hinweise auf eine anhaltende Verbesserung der Herzfunktion. 

Literatur: Zimmermann WH et al. New England Journal of Medicine 2026.  DOI: 10.1056/NEJMoa2513525

Quelle: Gemeinsame Presseinformation von *Universitätsmedizin Göttingen (UMG),  **Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)

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