Wenn es um Zusammenhänge zwischen Darmmikrobiom und Gesundheit bzw. Erkrankungen geht, konzentrierte sich die Mikrobiomforschung bislang vor allem auf qualitative Veränderungen, d.h. auf Veränderungen in der Zusammensetzung. Doch dies könnte zu kurz gedacht sein, wie Forscher der Universität Hohenheim jetzt in einer tierexperimentellen Studie herausfanden. Denn neben der Zusammensetzung des Mikrobioms könnte auch die Quantität, also die absolute Menge an Mikroorganismen, eine wichtige Rolle spielen. Dies könnte erklären, warum eine ballaststoffreiche Ernährung vergleichbare entzündungshemmende Effekte entfaltet wie das Intervallfasten, obwohl sie unterschiedliche Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms haben. Beide Ernährungsformen gingen mit einer verkürzten Darmpassage, einer geringeren mikrobiellen Dichte im Stuhl sowie einer reduzierten Ausscheidung von Mikroorganismen einher. Eine fettreiche Ernährung hingegen zeigte gegenteilige Effekte und war mit längeren Transitzeiten sowie einer erhöhten mikrobiellen Dichte verbunden. Gleichzeitig unterschied sich die bakterielle Zusammensetzung des Mikrobioms jedoch deutlich bei den einzelnen Ernährungsformen.
Literatur: Ruple HK. et al. Cell Reports 2026. DOI: 10.1016/j.celrep.2026.117624.
Quelle: Pressemitteilung Universität Hohenheim





