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Reizdarmsyndrom: Mediterrane Ernährung als Erstlinienoption?

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Reizdarmsyndrom: Mediterrane Ernährung als Erstlinienoption?

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Die wenigsten Ernährungsratschläge, die Menschen mit Reizdarmsyndrom zur Linderung ihrer Symptome erhalten, sind evidenzbasiert. Als Erstlinientherapie empfehlen die Leitlinien bislang traditionelle, allgemeine Ernährungsmaßnahmen, wovon aber lediglich 40% der Patienten profitieren. Andere Diäten, z.B. die FODMAP-reduzierte Diät, sind zwar wirksam, aber im Alltag schwer umsetzbar und daher nur Zweitlinienoption. Hinweise, dass mediterrane Ernährung eine vergleichbare oder sogar bessere Erstlinienoption darstellen könnte, wurden jetzt in einer britischen Studie bestätigt: Patienten profitieren von einer mediterranen Ernährungsweise offenbar stärker als von den bislang üblichen allgemeinen Ernährungsratschlägen. In die Studie wurden 139 Patienten mit Reizdarmsyndrom (ohne Begleiterkrankungen) eingeschlossen. Die Probanden erhielten randomisiert über 6 Wochen entweder mediterrane Ernährung oder folgten den Ernährungsempfehlungen der British Dietetic Association. Primärer Endpunkt war ein klinisches Ansprechen, definiert als eine Reduktion des IBS Symptom Severity Score (IBS-SSS) um mindestens 50 Punkte.

Die Differenz von 20 Prozentpunkten fiel signifikant zugunsten der mediterranen Ernährung aus. Sie war damit den BDA-Empfehlungen nicht nur „nicht unterlegen“, sondern sogar überlegen.

Quelle: Bamidele JO et al. Ann Intern Med 2025; 178 (12):1709-1717. https://doi.org/10.7326/ANNALS-25-0151

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