Beim Smoldering Myelom gilt weiterhin das abwartende Beobachten als Standard. Doch für Betroffene im Hochrisikostadium gibt es seit 2025 eine neue Therapieoption, die eine Progression verzögern kann. Damit rücken Indikationsstellung, Risikostratifizierung und der potenzielle Nutzen einer frühzeitigen Therapie zunehmend in den Fokus.
Zusammenfassung
Das Smoldering Myelom (SMM) ist eine monoklonale Plasmazellerkrankung und ein Vorläufer des Multiplen Myeloms. Aktuelle Leitlinien empfehlen als Standardtherapie ein abwartendes Beobachten mit regelmäßigen Kontrollen. Seit 2025 ist darüber hinaus der monoklonale Antikörper Daratumumab für die Behandlung des Hochrisiko-SMM zugelassen, wodurch das therapeutische Repertoire dieser Erkrankung erweitert wird.
Die Zulassung des ersten Wirkstoffs für SMM wirft jedoch eine Reihe von Fragen auf. Sollten alle Hochrisiko-SMM-Patientinnen und -Patienten behandelt werden? Und mit welchem Wirkstoff oder welcher Wirkstoffkombination? Um diese Fragen zu adressieren und Betroffene mit einem höheren Progressionsrisiko zu identifizieren, die von einer frühzeitigen Intervention profitieren könnten, wurden im Laufe der Jahre sowohl statische als auch dynamische Risikoscores entwickelt.
In der vorliegenden Arbeit fassen wir den aktuellen Kenntnisstand zum SMM und seiner Risikostratifizierung zusammen und stellen die potenziellen Therapieoptionen dar.
Autorinnen: K. Brinkert, S. Bektas-Johnsdorf, A. Brioli
Der Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in internistische praxis 2026; 70 (2): 211–220.
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