In der Routineversorgung begegnen uns Rosacea und Haarausfall meist als separate Diagnosen. Dass beide Phänomene jedoch erheblich häufiger bei denselben Patientinnen und Patienten vorkommen, als es dem Zufall entsprechen würde, ist in der dermatologischen Gemeinschaft noch wenig verankert. Die Evidenz der letzten Jahre zeigt: Insbesondere die frontale fibrosierende Alopezie (FFA) und die androgenetische Alopezie (AGA) treten mit Rosacea überproportional häufig gemeinsam auf. Sie teilen immunologische Signalwege, hormonelle Risikofaktoren, Umwelttrigger und Komorbiditäten. Hinzu kommt das Red Scalp Syndrome als extrafaziale Rosacea-Manifestation an der Kopfhaut, das den Haarverlust zusätzlich aggravieren kann.
Unsere Autorin Dr. Karin Beyer, Expertin für Haardiagnostik aus Essen, liefert aktuelle Zahlen und gibt Einblick in ihre Erfahrungen aus der Praxis.





