Dermatologie » Entzündliche Dermatosen » Akne und Rosacea

»

Sitzen als Risiko bei Akne im Erwachsenenalter

Mann sitzt nachdenklich auf Sofa – sitzender Lebensstil als Risikofaktor fuer Akne im Erwachsenenalter

Quelle: © LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com

Sitzen als Risiko bei Akne im Erwachsenenalter

Aktuelles

Dermatologie

Akne und Rosacea

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: DermaForum

Querschnittsstudie liefert eine Analyse darüber, wie modifizierbare Lebensstilfaktoren und psychische Belastungen die Akne bei Erwachsenen beeinflussen können.

Die Untersuchung, die in Südchina mit einer robusten Kohorte von 11.922 Teilnehmern durchgeführt und im Februar 2026 via JEADV veröffentlicht wurde, könnte eine kritische Wissenslücke bezüglich des Zusammenhangs zwischen verhaltensbedingten Risiken, psychischem Stress und der Prävalenz sowie Schwere von Akne schließen.

Mittels logistischer Regressionsmodelle wurden signifikante Zusammenhänge zwischen bestimmten Verhaltensweisen und dem Akne-Risiko visualisiert:

  • Ausgeprägtes Sitzverhalten: Das Risiko steigt dann signifikant an, wenn die tägliche Sitzdauer vier Stunden überschreitet.
  • Schlafhygiene: Späte Schlafenszeiten waren signifikant mit einer erhöhten Akne-Prävalenz assoziiert.
  • Interventionsmaßnahmen: Im Gegensatz dazu zeigte regelmäßige körperliche Betätigung einen protektiven Effekt.

Ein zentraler Aspekt dieser Arbeit ist der Einsatz von Mediationsanalysen, um den Einfluss der psychischen Gesundheit zu quantifizieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Symptome von Depression und Angst die Beziehung zwischen sitzendem Lebensstil, spätem Schlafen und Akne teilweise vermitteln.

Die Ergebnisse sprechen für einen Übergang zu einem integrierten biopsychosozialen Ansatz in der klinischen Praxis. Begleitende Lebensstilberatungen – insbesondere zur Reduktion der Sitzzeiten, zur Etablierung früherer Schlafenszeiten und zur Förderung regelmäßiger körperlicher Aktivität – könnten positiv dazu beitragen, das Management der Erwachsenen-Akne zu optimieren und die Patientenoutcomes zu verbessern.

Redaktion (sma)

Quelle: He, J., et al. (2026). Association of lifestyles and mental health with adult acne: A population-based cross-sectional study. JEADV. Vorab-Onlinepublikation. https://doi.org/10.1111/jdv.70345

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Aufgebrachter Mann packt einen Arzt am Kittel in der Praxis, symbolisch fuer eskalierende Patientensituationen

Tatort Praxis: Die Kontrolle behalten, wenn Patienten eskalieren

Fachbeitrag

Angriffe auf Menschen, die dem Gemeinwohl dienen, etwa Polizisten und Rettungskräfte, werden strafrechtlich stärker geahndet. Diesen besonderen Schutz sollen künftig auch Praxisteams erhalten. Praxisberaterin Christiane Fleißner-Mielke erklärt, was Praxisteams tun können, um Eskalationen vorzubeugen und richtig zu reagieren.

Dermatologie

Allgemeine Dermatologie

Prävention und Vorsorge

Beitrag lesen
Nahaufnahme von zwei geroeteten trockenen Haenden ueber einem Waschbecken

CHE: Multifaktorielle Pathologie und diagnostische Präzision

Aus der Industrie

Wie Dr. Katharina Kreutzer (Bielefeld) berichtete, fordert das chronische Handekzem Dermatologen durch hohe Krankheitslast und Schmerzen heraus. Als eigenständige Entität verlangt es gezielte Therapien, um die Lebensqualität Betroffener massiv zu verbessern. Was bedeutet das für die Praxis?

Dermatologie

Entzündliche Dermatosen

Ekzem und Urtikaria

Beitrag lesen
Hand haelt Lupe ueber weisse Spardose vor hellblauem Hintergrund als Symbol fuer Schnittstelle von Oekonomie und Medizin auf der DERM Alpin

Ökonomie trifft Medizin auf der DERM Alpin

Kongress

Im Zentrum der Tagung DERM Alpin in Salzburg (16.-18.10.26) stehen hochkarätige, praxisorientierte Fortbildungsangebote, die medizinische Innovationen gezielt mit ökonomischen Aspekten verknüpfen. Was erwartet uns im Bereich Praxismanagement?

Dermatologie

Allgemeine Dermatologie

Versorgung, Forschung und Leitlinien

Beitrag lesen