Frauen mit Adipositas in der Peri- und Postmenopause tragen ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko – und leiden überproportional häufig unter Migräne und Depression. Neue Studiendaten vom European Congress on Obesity 2026 zeigen, dass eine medikamentöse Adipositastherapie in dieser Gruppe weit mehr bewirken kann als reine Gewichtsreduktion.
Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren begünstigen viszerale Fettansammlung, verschlechtern die Insulinsensitivität und erhöhen das kardiometabolische Risiko – eine Kombination, die für Frauen mit bestehender Adipositas oder Typ-2-Diabetes besonders folgenreich sein kann. Gleichzeitig sind Frauen in der Herz-Kreislauf-Forschung nach wie vor unterrepräsentiert, und kardiovaskuläre Symptome werden bei ihnen häufig unterschätzt oder fehldiagnostiziert.
Neue Post-hoc-Analysen großer klinischer Studien sowie Real-World-Daten aus den USA, präsentiert beim ECO 2026 in Istanbul, liefern nun differenzierte Erkenntnisse zur medikamentösen Adipositastherapie bei Frauen über alle Menopausephasen hinweg. Die Ergebnisse sind klinisch relevant – nicht nur hinsichtlich Gewicht und kardiovaskulärer Outcomes, sondern auch in Bezug auf häufige Komorbiditäten wie Migräne und Depression.
Die detaillierten Studiendaten, Wirkstoffe, Dosierungen und Praxisempfehlungen sind im folgenden Fachbeitrag zusammengefasst – zugänglich für verifizierte Behandelnde.



