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Schwangerschaftsübelkeit nach Delphi-Konsens behandeln

Schwangere Frau kniet uebel und erschoepft vor der Toilette als Symbol fuer Schwangerschaftsuebelkeit, die nach Delphi Konsens behandelt wird

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Schwangerschaftsübelkeit nach Delphi-Konsens behandeln

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Erschienen in: gyne

Übelkeit und Erbrechen betreffen jährlich bis zu 600.000 Schwangere in Deutschland. Auf dem FOKO 2026 stellten Experten aktuelle therapeutische Ansätze vor. Ein Delphi-Konsens soll Klarheit zu Empfehlungen und Behandlung von Schwangerschaftsübelkeit und Hyperemesis gravidarum bringen. Die Kombination aus Doxylamin und Pyridoxin erhielt im Expertengremium eine Zustimmung von 100 Prozent.

Therapieoptionen und erste Ergebnisse zum Delphi-Konsens

Übelkeit und Erbrechen zählen zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft. In Deutschland sind jedes Jahr bis zu 600.000 Frauen betroffen [1]. Wie sich die Versorgung dieser Patientinnen weiter verbessern lässt, diskutierten Prof. Ekkehard Schleußner (Jena) und Dr. Wolfgang E. Paulus (Ulm) auf dem FOKO [2].

Schleußner stellte therapeutische Ansätze bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft vor. Er ging dabei auf die Kombination aus Doxylamin und Pyridoxin ein – die derzeit einzige für die Behandlung der Symptome von Schwangerschaftsübelkeit und -erbrechen zugelassene Wirkstoffkombination in Deutschland [3]. Paulus präsentierte erste Ergebnisse zum Delphi-Konsens.

Delphi-Verfahren für evidenzbasierte Empfehlungen

Das Delphi-Verfahren ist ein konsensbasierter, strukturierter Expertenbefragungsprozess, der in mehreren Runden zu einer gemeinsamen medizinischen Bewertung führt [4]. Paulus initiierte das Verfahren, da es in Deutschland trotz hoher Prävalenz bislang an klaren Therapieleitlinien fehlt. Ziel ist die Entwicklung evidenz- und konsensusbasierter Empfehlungen zu Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft sowie zur schweren Verlaufsform, der Hyperemesis gravidarum.

Die Beschwerden beginnen typischerweise zwischen der vierten und sechsten Schwangerschaftswoche, erreichen um die zehnte Woche ihren Höhepunkt und klingen bis etwa zur 16. Woche wieder ab [5]. Bei ungefähr 10 % der Betroffenen halten die Symptome während der gesamten Schwangerschaft an [6, 7]. Die Ursachen sind bislang nicht abschließend geklärt. Diskutiert wird ein multifaktorielles Geschehen, unter anderem rückte das Hormon GDF15 als möglicher Auslöser in den Fokus [8].

Auswirkungen auf die Lebensqualität

Die Symptomatik ist keineswegs auf die Morgenstunden beschränkt, sondern kann zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten. Dies wirkt sich negativ auf Essverhalten, Schlaf und die Bewältigung alltäglicher Anforderungen aus. Auch Beziehungen zu Partner, Familie, Freunden und Kollegen können darunter leiden [9].

Konservative und medikamentöse Therapie

Schleußner legte den Fokus zunächst auf konservative Behandlungsmaßnahmen. Dazu zählen

  • kleinere Mahlzeiten im Abstand von ein bis zwei Stunden
  • Verzicht auf stark gewürzte Speisen
  • eiweiß- und kohlenhydratreiche Kost
  • Ingwerpräparate

Für den Einsatz von Ingwer zeigte sich im Delphi-Verfahren eine Zustimmung von 100 % [10].

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, empfiehlt Schleußner eine medikamentöse Therapie. Die Kombination aus Doxylamin und Pyridoxin ist hierbei die zentrale Therapieoption [11, 12, 15]. Für diese Kombination war die Zustimmung im Delphi-Verfahren einhellig [13].

XONVEA® 20 mg/20 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung bieten für diese medikamentöse Therapie ein 2-Phasen-System: Zunächst werden 10 mg Doxylamin und 10 mg Pyridoxin sofort freigesetzt. Ein magensaftresistenter Kern setzt weitere 10 mg beider Wirkstoffe verzögert frei [11, 12]. Das Präparat ist für alle Schweregrade geeignet (ausgenommen Hyperemesis gravidarum) und bietet ein einfaches Einnahmeschema mit einer bis zwei Tabletten pro Tag [14, 15].

Relevanz der frühzeitigen Behandlung

Schleußner und Paulus hoben hervor, dass Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft frühzeitig erkannt und behandelt werden sollten. Die Kombination aus Doxylamin und Pyridoxin gilt dabei als Medikament der Wahl [3]. Eine frühzeitige Behandlung kann das Risiko einer Progression zur Hyperemesis gravidarum reduzieren.

Quelle: Pressemitteilung der Exeltis Germany GmbH vom 29.04.2026: Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft – Therapieoptionen und erste Ergebnisse zum Delphi-Konsens

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