Gynäkologie » Kontrazeption » Intrauterinpessare

»

Über den Polypen und andere Kleinigkeiten

Symbolbild der Rubrik Fallbeispiel

Über den Polypen und andere Kleinigkeiten

Fachbeitrag

Gynäkologie

Kontrazeption

Intrauterinpessare

2 MIN

Erschienen in: gyne

Eine 41-jährige Patientin (Gravida IV, Z. n. zwei Sectiones) wurde auf Grund eines Zervixpolypen sowie des okkulten Rests eines intrauterinen Pessars (IUP) überwiesen.
Bei der Untersuchung war die Raumforderung innerhalb des Zervixkanals sehr gut sichtbar (Abb. 1) sowie duplexsonografisch (Abb. 2, 3) und 3D-sonografisch (Abb. 4) darstellbar.

Abb. 1

Abb. 2

Abb. 3

Abb. 4

Im oberen Bereich des Cavums waren Überreste des IUPs erkennbar (Abb. 5), bei weiterem Untersuchungsverlauf waren diese etwas oberhalb des innen Muttermundes zu sehen (Abb. 6–8).

Abb. 5

Abb. 6

Abb. 7

Abb. 8

Die Patientin wurde über die Befunde der Untersuchung und die notwendige Operation aufgeklärt. Bezüglich der Überreste des IUPs äußerte sie starke Ängste, dass diese innerhalb des Bauchraums noch wandern könnten. Aufgrund dessen gestaltete sich die Aufklärung der Patientin äußerst schwierig.

Während der zeitnahen Operation wurde der Polyp elektrisch (Abb. 9) in toto (Abb. 10) entfernt. Im Anschluss konnten die Einzelteile des gebrochenen IUPs in mühevoller Kleinarbeit entfernt werden (Abb. 11).

Abb. 9

Abb. 10

Abb. 11

Die pathologische Untersuchung ergab eine polypoide Retentionszyste, sonst keine weiteren Auffälligkeiten. Bei der postoperativen Untersuchung konnte die Patientin bezüglich ihrer Bedenken beruhigt werden, indem ihr die einzelnen Teile des entfernten IUPs gezeigt wurden.

Korrespondenzadresse:
Dr. med. Nasser Zahedi
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Hardenbergstraße 60
51373 Leverkusen
Tel.: +49 (0)214-64 131
Fax: +49 (0)214-61 90
drnzahedi@yahoo.de

Bilderquelle: © N. Zahedi

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Blisterpackung mit oralen Kontrazeptiva

Orale Kontrazeptiva beeinflussen Immunantwort nicht

Aktuelles

Schwächen orale Kontrazeptiva den Impfschutz? Eine neue Studie des Universitätsklinikums Würzburg mit über 1.000 Frauen liefert eine wissenschaftlich fundierte Antwort.

Gynäkologie

Kontrazeption

Hormonelle Kontrazeption

Beitrag lesen
© Najib Lines - stock.adobe.com

Leukoplakie der Vulva – Wenn Weißfärbungen ein Warnsignal sind

Fachbeitrag

Weiße Veränderungen an der Vulva sind keine Diagnose: Der Begriff Leukoplakie umfasst unterschiedliche Läsionen – von harmlosen Veränderungen und Lichen sclerosus bis zu Präkanzerosen und invasiven Karzinomen. Der Beitrag erläutert Klassifikation, Diagnostik und Therapie. Wichtig: Die Veränderungen können die Lebensqualität beeinträchtigen, rezidivieren und ein Entartungsrisiko bergen.

Gynäkologie

Gynäkologische Infektiologie

Beitrag lesen
Stilisierter Uterus mit Eierstöcken in einer türkisfarbenen Schleife als Symbol fuer komplexe Diagnostik und Therapie beim Ovarialkarzinom

Komplexe Diagnostik entscheidet über Therapie beim Ovarialkarzinom

Aktuelles

Über 70 verschiedene Gewebeveränderungen können sich in den Eierstöcken bilden. Wie Pathologinnen und Pathologen Ovarialkarzinome präzise klassifizieren und damit die richtige Therapie ermöglichen.

Gynäkologie

Gynäkologische Onkologie

Ovarialkarzinom

Beitrag lesen