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Verbesserte Endometrioseversorgung durch innovative Ansätze

Mediziner hält orangefarbenes Modell der weiblichen Fortpflanzungsorgane.

Verbesserte Endometrioseversorgung durch innovative Ansätze

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Erschienen in: gyne

Das Projekt „ENDO-EVE“ zielt darauf ab, die Endometrioseversorgung durch ein strukturiertes Behandlungsprogramm und digitale Technologien zu verbessern. Es soll die Diagnosezeit verkürzen und die Behandlungsqualität erhöhen. Interdisziplinäre Teams und eine unterstützende App bieten umfassende Betreuung. Klinische Partner sind Universitätskliniken in Halle, Tübingen und Heidelberg. Ziel ist die Reduktion von Schmerzen und psychischen Belastungen.

Versorgungslücke schließen

Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen, von der schätzungsweise jede achte Frau im gebärfähigen Alter betroffen ist. Die Symptome wie chronische Schmerzen, psychische Belastung und Unfruchtbarkeit werden oft zu spät diagnostiziert, was die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigt. Das Projekt „ENDO-EVE“ zielt darauf ab, diese Versorgungslücke zu schließen und die Zeit bis zur Diagnose sowie die Qualität der Behandlung zu verbessern.

Strukturiertes Behandlungsprogramm

„Mit diesem Projekt wollen wir die Versorgung von Frauen mit Endometriose grundlegend verändern. Durch ein strukturiertes Behandlungsprogramm und den Einsatz digitaler Technologien möchten wir nicht nur die Diagnose beschleunigen, sondern auch den Leidensdruck der Patientinnen langfristig verringern“, erklärt Prof. Dr. Stephanie Wallwiener, Projektleiterin und komm. Direktorin der Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Universitätsklinikum Halle (Saale).

Prof. Stephanie Wallwiener und Prof. Markus Wallwiener von der Universitätsmedizin Halle leiten das Projekt ENDO-EVE.

Digitale Unterstützung und interdisziplinäre Teams

Das Projekt „ENDO-EVE“ kombiniert innovative Ansätze in der Endometrioseversorgung. Ein standardisiertes Diagnostik- und Überweisungsprogramm wird entwickelt, um Verdachtsfälle präzise zu identifizieren und Patientinnen an spezialisierte Endometriosezentren zu überweisen. Dort wird ein personalisiertes, multimodales Behandlungsprogramm eingeleitet. Eine App unterstützt die Patientinnen während der gesamten Behandlung, bietet edukative Inhalte und ermöglicht ein zeitnahes Feedback an das Behandlungsteam. Interdisziplinäre Teams aus den Fachbereichen Gynäkologie, Psychologie und Schmerztherapie stellen eine umfassende Therapie sicher.

Langjährige Erfahrung und Forschungsexpertise

Das Projekt wird über dreieinhalb Jahre in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg durchgeführt. Klinische Partner in Baden-Württemberg sind die Universitäts-Frauenkliniken in Heidelberg und Tübingen. Die wissenschaftliche Begleitung liegt beim Institut für Klinische Epidemiologie und angewandte Biometrie des Universitätsklinikums Tübingen. „Im Durchschnitt vergehen bis zu zehn Jahre, bis Patientinnen die Diagnose Endometriose erhalten. Diese lange Leidenszeit zu verkürzen, aber auch individualisierte Therapien anzubieten, ist unser gemeinsames Ziel“, erläutert Dr. Jürgen Andress, Leitender Oberarzt des Departments für Frauenheilkunde in Tübingen. Prof. Dr. Ariane Germeyer, Leiterin des Endometriosezentrums am Universitätsklinikum Heidelberg, betont: „(…) Mit ENDO-EVE wollen wir erreichen, dass möglichst viele Frauen die für sie richtige Therapie bekommen.“


Das Projekt wird in Kooperation mit mehreren Krankenkassen und der Endometriose-Vereinigung Deutschland durchgeführt. Es wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses mit 5,9 Millionen Euro gefördert.

Quelle: Pressemitteilung der UMH

Bilderquelle: © NanSan_stock.adobe.com; © umh.de

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