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Verhütung in der Perimenopause erfordert Risikoabwägung

Haende halten ein stilisiertes Uterusmodell als Symbol fuer Verhuetung und Risikoabwaegung in der Perimenopause

Quelle: © SewcreamStudio - stock.adobe.com

Verhütung in der Perimenopause erfordert Risikoabwägung

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Erschienen in: gyne

Verhütung in der Perimenopause erfordert eine individuelle Risikoabwägung. Beim FOKO 2026 betonte Anneliese Schwenkhagen, dass hormonelle Instabilität die zentrale Herausforderung darstellt. Frauen zwischen 40 und 50 Jahren bringen häufig Begleiterkrankungen mit, die kombinierte Kontrazeptiva oft ausschließen. Gestagen-Monopräparate wie Drospirenon bieten eine sichere Alternative mit günstigem Risikoprofil. Eine ganzheitliche Beratung ist in dieser Lebensphase unverzichtbar.

Hormonelle Instabilität als zentrale Herausforderung

Beim Meet‑the‑Expert beim FOKO 2026 in Düsseldorf machte Anneliese Schwenkhagen (Hamburg) deutlich, dass kontrazeptive Beratung in der Perimenopause weit über die reine Empfängnisverhütung hinausgeht. In dieser Lebensphase verschieben sich hormonelle, metabolische und vaskuläre Risikoprofile – gleichzeitig belasten Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Zyklusunregelmäßigkeiten den Alltag vieler Patientinnen. Entscheidend sei nicht der Hormonmangel, sondern die hormonelle Instabilität: „Unser Bild dazu sind Sturmflut und Tsunamis statt Ebbe und Flut”, so Schwenkhagen.

Nutzen und Risiken in Therapieentscheidung einbeziehen

Frauen zwischen 40 und 50 Jahren bringen zunehmend Begleiterkrankungen wie Übergewicht, Hypertonie oder familiäre Thromboserisiken mit. Hierbei würden sich die einzelnen Risikofaktoren nicht nur addieren, sondern multiplizieren, so die Expertin. Damit wird die Auswahl geeigneter hormoneller Kontrazeptiva zur individuellen Risikoabwägung. Kombinierte Präparate seien häufig kontraindiziert; im Vordergrund stünden Substanzen mit günstigerem Risikoprofil, guter endometrialer Wirksamkeit und – wo möglich – einem Zusatznutzen. Ein tolerabler „Sicherheitsabstand” zu unerwünschten Ereignissen müsse dabei stets bestehen bleiben, betonte Schwenkhagen.

Gestagen-Monopräparate als Alternative

Schwenkhagen betonte die Relevanz von Gestagen‑Monopräparaten, insbesondere Drospirenon, das durch ausgeprägte antigonadotrope Wirkung, blutdrucksenkende Eigenschaften und metabolische Neutralität überzeugen könne. Diese Option eigne sich gerade für Patientinnen mit Risikofaktoren, wenn kombinierte Präparate ausscheiden. Anhand einer 44‑jährigen Patientin mit Übergewicht, Schlafstörungen, Stimmungslabilität und Zwischenblutungen zeigte die Referentin, wie mithilfe von Gestagen-Monopräparaten hormonale Stabilisierung, Symptomlinderung und verlässliche Verhütung gleichzeitig erreicht werden können.

Ganzheitliche Beratung erforderlich

Abschließend unterstrich Schwenkhagen die Bedeutung einer sorgfältigen, ganzheitlichen Beratung: Neben Präparatwahl zählen Lebensstil, Stressmanagement und regelmäßige Kontrolle. Das Fazit der Expertin: „Verhütungsberatung [in der Perimenopause] ist keine Banalität.”

Quelle: Meet-the-Expert der Exeltis Germany GmbH am 06.03.2026 im Rahmen des FOKO 2026.

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