Im Klinikum Chemnitz wurden Vierlinge in der 29. Schwangerschaftswoche geboren. Die Geburt erforderte ein neunköpfiges Geburtshilfe-Team und für jedes Kind ein eigenes neonatologisches Erstversorgungsteam. Das Perinatalzentrum Level 1 ermöglicht durch Spitzenkompetenz und High-Tech-Infrastruktur die sichere Betreuung von Mehrlingsschwangerschaften. Die Frühgeborenen sind wohlauf und werden bis September intensivmedizinisch versorgt. Die Wahrscheinlichkeit einer Vierlingsgeburt nach natürlicher Empfängnis liegt bei 1:600.000.
Hochspezialisierte Versorgung bei Vierlingsgeburt
Im Klinikum Chemnitz wurden am 29. Juni 2026 Vierlinge in der Schwangerschaftswoche 29+4 geboren. Die vier Jungen kamen per Kaiserschnitt zur Welt.
„Eine solche Vierlingsgeburt ist eine medizinische wie logistische Höchstleistung, die eine lückenlose und präzise Vorbereitung erfordert. Um den vier Kindern den sichersten Start ins Leben zu ermöglichen, stand im Operationssaal ein hochkarätiges, neunköpfiges Team der Geburtshilfe bereit.”
PD Dr. med. Paul Gaß, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde
Neonatologische Erstversorgung im Perinatalzentrum
Sofort nach der Entbindung griff das im Vorfeld intensiv abgestimmte Nachsorgekonzept der Neonatologie.
„Für jedes einzelne Kind stand ein eigenes, hochspezialisiertes Erstversorgungsteam direkt vor Ort bereit. Diese Teams bestanden jeweils aus einer erfahrenen Kinderkrankenpflegekraft sowie einer Fachärztin oder einem Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit der Schwerpunkt-Spezialisierung in der Neonatologie.”
PD Dr. med. Axel Hübler, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Zwei weitere Pflegekräfte unterstützten im Hintergrund und gewährleisteten eine lückenlose Koordination des gesamten Ablaufs.
Perinatalzentrum Level 1 ermöglicht Mehrlingsschwangerschaften
Die erfolgreiche Geburt ist den eingespielten Prozessen eines von drei Perinatalzentren in Sachsen am Klinikum Chemnitz zu verdanken. Das Zentrum der höchsten Versorgungsstufe vereint neonatologische Spitzenkompetenz und High-Tech-Infrastruktur für die sichere Betreuung von Mehrlingsgeburten und Risikoschwangerschaften – rund um die Uhr.
Die Versorgung gerade bei Risiko- und Mehrlingsschwangerschaften erfordere es, individuell auf die einzelnen Frauen sowie die jeweiligen Risikofaktoren einzugehen, so Gaß. Die werdende Mutter sei in den vergangenen Wochen vor der Geburt bereits engmaschig stationär betreut worden. Nur so habe man weitere Schwangerschaftswochen erreichen können, in denen die Vierlinge weiter gut im Mutterleib versorgt wurden.
Durch die anatomischen Besonderheiten bei Vierlingen sei eine Frühgeburt nahezu unausweichlich, erklärt PD Dr. Axel Hübler. Dennoch bedürfe es weiterhin modernster Technik und der Expertise des multiprofessionellen Teams der Neonatologie, um die Kinder optimal zu versorgen.
Unterstützung beim Start ins Leben
Die Frühgeborenen sind aktuell wohlauf. Sie werden beim Atmen schonend unterstützt und über die Nabelvene mit allen wichtigen Nährstoffen und Flüssigkeit versorgt. Ziel ist es, sie rund um den ursprünglich errechneten Geburtstermin im September nach Hause zu entlassen. Auch der Mutter geht es den Umständen entsprechend gut.
Eine Vierlingsgeburt ist äußerst selten. Die Wahrscheinlichkeit liegt nach natürlicher Empfängnis bei 1:600.000.
Quelle: Pressemitteilung des Klinikums Chemnitz vom 01.07.2026: Vierfaches Babyglück: Willkommen im Leben, Mio, Matti, Luke und Levi!



