Gynäkologie » Klimakterium und Menopause

»

Vulvovaginale Trockenheit: Ursachen und Therapieoptionen

Getrocknete Blume auf rosafarbenem Hintergrund als Symbol fuer vulvovaginale Trockenheit

Quelle: © Yevheniia - stock.adobe.com

Vulvovaginale Trockenheit: Ursachen und Therapieoptionen

Aus der Industrie

Gynäkologie

Klimakterium und Menopause

mgb medizin Redaktion

Verlag

3 MIN

Erschienen in: gyne

Vulvovaginale Trockenheit ist eine häufige Beschwerde in der gynäkologischen Praxis. Die Ursachen reichen von hormonellen Veränderungen in der Peri- und Postmenopause über chronisch-entzündliche Dermatosen bis zu therapiebedingten Effekten. Symptome wie Juckreiz, Brennen und Dyspareunie beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Neben der lokalen Hormontherapie stehen hormonfreie Therapieoptionen mit Hyaluronsäure und Lipiden zur Verfügung. Regelmäßige Befeuchtung und Pflege sind bei vulvovaginaler Trockenheit ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung.

Vulvovaginale Trockenheit in der gynäkologischen Praxis

Vulvovaginale Beschwerden stellen in der gynäkologischen Praxis eine differenzialdiagnostische Herausforderung dar. Häufig werden sie mit Infektionen assoziiert, wobei trockenheitsbedingte Hautveränderungen von Vagina und Vulva nicht außer Acht gelassen werden sollten [1]. „Viele Frauen beschreiben Juckreiz, Brennen, Wund- und Trockenheitsgefühl oder Dyspareunie, obwohl keine klassische Infektion vorliegt. Deshalb ist es wichtig, Beschwerden nicht vorschnell als Vulvovaginalkandidose einzuordnen, sondern die gesamte klinische Situation zu betrachten“, betont Dr. Sybille Görlitz-Novakovic. Beim Pressegespräch „Brennende Gesundheitsfragen“ gab die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe Einblicke in verschiedene Aspekte der vulvovaginalen Gesundheit.

Ursachen vulvovaginaler Trockenheit

Das Beschwerdebild ist klinisch relevant, häufig chronisch und beeinträchtigt Lebensqualität und Sexualität. Die Ursachen reichen von hormonellen Veränderungen über chronisch-entzündliche Dermatosen bis zu therapie- oder medikamentös bedingten Effekten. Östrogene sind wesentlich für die Zellproliferation, Gewebeperfusion und Hydratation des vulvovaginalen Epithels. „Vulvovaginale Trockenheit entsteht häufig im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen, insbesondere in der Peri- und Postmenopause“, sagt Görlitz-Novakovic. Auch post partum und während der Stillzeit kann vulvovaginale Trockenheit auftreten.

Chronische entzündliche Dermatosen, onkologische Therapien oder bestimmte Medikamente wie Antidepressiva und orale Kontrazeptiva können die Beschwerden verstärken. Strahlen-, Chemo- und antihormonelle Therapien begünstigen einen hypoöstrogenen Zustand und fördern atrophische Veränderungen im vulvovaginalen Gewebe.

Symptome und Folgen

Fehlt Feuchtigkeit, nimmt die Empfindlichkeit zu. Dyspareunie kann ein frühes und klinisch relevantes Symptom sein. Die Vulvahaut wird anfälliger für mechanische und chemische Reize, etwa durch Reibung oder Intimpflegeprodukte. Dies kann Brennen, Wundgefühl, Mikrotraumata und leichte Blutungen begünstigen. „Da das Thema schambehaftet ist, werden diese Beschwerden jedoch häufig nicht angesprochen, obwohl sie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können“, so Görlitz-Novakovic.

Geschützte Inhalte gemäß Heilmittelwerbegesetz (HWG)

Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) und sind daher nur nach Anmeldung zugänglich. Bitte loggen Sie sich ein, um auf alle geschützten Informationen, Materialien und das exklusive E-Paper zugreifen zu können.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© Karin & Uwe Annas - stock.adobe.com

Schwangerenvorsorge und Krebsfrüherkennung vor Budgetierung

Berufspolitik

Schwangerenvorsorge und Krebsfrüherkennung stehen vor einer möglichen Budgetierung. BVF und DGGG erklären, welche Folgen das für Praxen und Patientinnen haben könnte und warum eine Ausnahme entscheidend ist.

Gynäkologie

Prävention und Früherkennung

Beitrag lesen
© LASZLO - stock.adobe.com

Immuntherapie beim TNBC gezielter einsetzen

Aktuelles

Neue Studiendaten zur Immuntherapie beim triple-negativen Brustkrebs zeigen: Nicht jede Patientin mit triple-negativem Brustkrebs profitiert gleich stark von Atezolizumab – Biomarker könnten künftig die Auswahl erleichtern.

Gynäkologie

Senologie

Mammakarzinom

Beitrag lesen
© Yura Yarema - stock.adobe.com

Rheuma und Schwangerschaft heute meist vereinbar

Aktuelles

Rheuma und Schwangerschaft gelten heute meist als gut vereinbar. Neue Studien zeigen, wie Ärztinnen und Ärzte Risiken früh erkennen und Therapien gezielt anpassen, um Mutter und Kind zu schützen.

Gynäkologie

Schwangerschaft

Allgemeines

Beitrag lesen