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Zyklus-Apps sollen durch Forschung zuverlässiger werden

Forschung zu Verbesserung von Zyklusapps und Biomarker-Analyse, Frau mit Uhr und Zyklus-Symbol.

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Zyklus-Apps sollen durch Forschung zuverlässiger werden

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: gyne

Der Forschungsverbund CONtraCEPT will Zyklus-Apps zur natürlichen Familienplanung zuverlässiger machen. Das Bundesministerium fördert das Projekt mit 2,8 Millionen Euro. Viele Apps sind derzeit nicht präzise genug, da sie auf vereinfachten Rechenmodellen beruhen. Die Forschenden identifizieren zusätzliche Biomarker und untersuchen bestehende Apps. Der Standort Düsseldorf prüft die Benutzerfreundlichkeit hochwirksamer NFP-Apps und validiert deren Genauigkeit mittels Ultraschall.

Forschungsverbund CONtraCEPT für zuverlässigere Zyklus-Apps

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert einen interdisziplinären Forschungsverbund mit 2,8 Millionen Euro. Ziel ist es, Zyklus-Apps zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage durch biologische Marker zuverlässiger zu machen. An dem Verbundprojekt CONtraCEPT beteiligen sich die Universitätskliniken Düsseldorf, Hamburg, Jena und Heidelberg.

Natürliche Verhütung im Aufwind

Immer mehr Frauen verzichten auf die Anti-Baby-Pille. Der Einsatz dieses hormonellen Verhütungsmittels ist über die letzten zwei Jahrzehnte stetig zurückgegangen. Beliebt sind hingegen Zyklus-Apps, die eine natürliche Familienplanung (NFP) oder Verhütung unterstützen sollen. Doch viele Apps sind nicht präzise genug. Sie beruhen oft auf vereinfachten Rechenmodellen. Bei mehr als 60 % aller Frauen schwankt die Zyklusdauer jedoch um sieben Tage oder mehr.

Neue Biomarker für mehr Sicherheit

Der Forschungsverbund CONtraCEPT will hier Abhilfe schaffen. Die Forschenden identifizieren zusätzliche Biomarker, um Zyklus-Apps zuverlässiger zu machen. Sie untersuchen bereits auf dem Markt befindliche Apps und ihre Messsysteme. Aufbauend darauf sollen zuverlässigere Heimtests zur Verhütung entwickelt werden.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die klinischen Studien leiten Dr. Tanja Freundl-Schütt vom Universitätsklinikum Düsseldorf und Dr. Nefeli Malliou-Becher von der Universität Heidelberg. Die präklinischen Studien verantworten Prof. Petra Arck an der Universität Hamburg und Prof. Udo Markert am Universitätsklinikum Jena. Die Koordination liegt bei Dr. Petra Frank-Herrmann an der Universität Heidelberg.

Düsseldorfer Schwerpunkt

Der Standort Düsseldorf identifiziert Zyklus-Tracking-Apps, die auf hochwirksamen Methoden der Natürlichen Familienplanung basieren. Die ausgewählten Apps werden auf ihre Benutzerfreundlichkeit untersucht. Dr. Tanja Freundl-Schütt, Expertin für Natürliche Familienplanung, erklärt:

Apps können grundsätzlich eine große Unterstützung bei der natürlichen Familienplanung sein. Aktuell scheitert es jedoch noch daran, dass sie oft zu ungenau sind. Mit dem Teilprojekt hier in Düsseldorf wollen wir ermitteln, welche Benutzerfreundlichkeit und Eignung auf dem Markt befindliche hochwirksamen NFP-Apps haben. Wir glauben daran, dass der Forschungsverbund CONtraCEPT insgesamt dazu beitragen kann, wirksame Methoden der natürlichen Familienplanung zu verbessern, zu vereinfachen und für viele Frauen zugänglich zu machen.

Dr. Tanja Freundl-Schütt, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe / UniKiD-Kinderwunsch, Universitätsklinikum Düsseldorf

Ultraschall-Validierung

Düsseldorf beteiligt sich zudem an einer Studie, bei der das mittels App ermittelte fruchtbare Fenster mit dem mittels Ultraschall gemessenen Zeitpunkt des Eisprungs abgeglichen wird. So lässt sich die Genauigkeit der Apps bestimmen.

Quellen:

1.Pressemitteilung der Heinrich Heine Universität Düsseldorf vom 27.01.2026 : BMFTR-Förderung für Forschung zu Zyklus-Apps
Natürlich und sicher verhüten: Neuer Forschungsverbund für zuverlässigere Heimtests

2.Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg vom 26.01.2026 : Natürlich und sicher verhüten: Neuer Forschungsverbund will zuverlässigere Tests für zu Hause ermöglichen

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