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DiGA-App und Health Decision Platform in der Kardiologie

Älteres Paar nutzt gemeinsam eine kardiologische Gesundheits-App auf einem Tablet zur Kontrolle von Herzfrequenz und Blutdruck

Quelle: © Yakobchuk Olena – stock.adobe.com

DiGA-App und Health Decision Platform in der Kardiologie

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Prävention und Rehabilitation

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und andere digitale Gesundheitsplattformen sind ein wesentlicher Bestandteil der modernen Gesundheitsversorgung geworden. Besonders in der Kardiologie haben sie sich als relevante Ergänzung etabliert.

Patienten treffen auf komplexe kardiologische Entscheidungen, jedoch mit stark variierendem, oft fehlerhaftem Vorwissen. Viele Patienten recherchieren vorab im Internet und kommen mit Angst oder falschen Erwartungen in die Praxis“, berichtete Prof. Tienush Rassaf, Essen.

Eine digitale Plattform ist Gatch (Guided Access to Credible Health), die leitlinienbasierte, fachärztlich validierte Entscheidungsberichte zu kardiologischen Diagnosen und Therapieoptionen bereitstellt. „Die Plattform übersetzt komplexe Leitlinien in verständliche, korrekte Entscheidungsberichte und schafft eine gemeinsame Wissensbasis für Shared Decision Making“, erläuterte Rassaf.

Gatch entlastet das Arztgespräch und steigert Adhärenz und Vertrauen, da alle Inhalte von Fachärzten validiert sind.  Die Health Decision Platform ist jedoch kein Arztgespräch-Ersatz. Sie dient als Ergänzung zur klinischen Beratung und es werden keine Gesundheitsaden erhoben. Die Lücke zwischen „ich habe eine Diagnose und ich verstehe meine Behandlung“ soll dadurch geschlossen werden.

Als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) speziell für Patienten mit Herzinsuffizienz wurde ProHerz konzipiert und bildet zentrale Elemente der leitliniengerechten Versorgung im häuslichen Umfeld ab. „ProHerz fokussiert sich auf die tägliche, strukturierte Erfassung kardiovaskulär relevanter Vitalparameter. Bei auffälligen Messwerten gibt die App konkrete Handlungsempfehlungen“, berichtete Rassaf. Zusätzlich bietet sie einen digitalen Medikationsplan mit Einnahmeerinnerungen, Lerneinheiten zur Stärkung des Selbstmanagements, Mitteilungsfunktionen sowie ein Dokumentenarchiv für medizinische Unterlagen.

Rassaf betonte abschließend jedoch, dass DiGA nur dann wirksam sind, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Nach seiner Erfahrung entscheidet dabei die Akzeptanz der Patienten weit stärker über den Erfolg als die zugrunde liegende Technologie.

Martina Eimer

Quelle: Symposium Herzgesundheit trifft Hightech: Prävention neu gedacht“, am 11. April 2026 anlässlich der 92. DGK-Jahrestagung in Mannheim, Veranstalter: Daiichi-Sankyo

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