Kardiologie » Hypertonie

»

Hilo-Report: Hypertonie bei fast einem Viertel der Betroffenen unkontrolliert

Tablet mit dem Schriftzug „Bluthochdruck“, daneben ein Stethoskop und Diagnoseunterlagen.

Quelle: © studio v-zwoelf – stock.adobe.com

Hilo-Report: Hypertonie bei fast einem Viertel der Betroffenen unkontrolliert

Aus der Industrie

Kardiologie

Hypertonie

mgb medizin Redaktion

Verlag

3 MIN

Erschienen in: herzmedizin

Zum Welt-Herz-Tag stand die Blutdruckkontrolle erneut im Fokus. Eine Anbieterbefragung weist auf Lücken bei der Hypertoniekontrolle hin. Kontinuierliche Messsysteme könnten zusätzliche Verlaufsdaten liefern – ihre klinische Aussagekraft ist jedoch geräte- und validierungsabhängig.

Blutdruck bleibt ein zentraler Risikofaktor

Arterielle Hypertonie erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und verläuft häufig lange ohne eindeutige Symptome. Zum Welt-Herz-Tag am 29. September 2026 rückte die Deutsche Herzstiftung unter dem Motto „Gib ACHT für ein starkes Herz“ acht zentrale Faktoren für die Herzgesundheit in den Fokus. Einer davon: den Blutdruck im Blick behalten. Bluthochdruck zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen; die Herzstiftung empfiehlt daher regelmäßige Kontrollen [1]. Der Aktionstag ist vorbei, die Bedeutung einer verlässlichen Erfassung erhöhter Werte bleibt für Prävention und Versorgung aktuell.

Befragung zeigt mögliche Versorgungslücken

Eine von Aktiia veröffentlichte und als repräsentativ bezeichnete Befragung in Deutschland ergab, dass mehr als 40 % der Erwachsenen angaben, bereits eine Hypertoniediagnose erhalten zu haben. Fast ein Viertel der diagnostizierten Personen habe den Blutdruck nicht unter Kontrolle [2]. Befragte mit eigenem Messgerät berichteten häufiger von einem früheren Erkennen der Erkrankung, einem stärkeren Risikobewusstsein und Lebensstiländerungen [2]. Diese Selbstauskünfte zeigen Zusammenhänge, belegen aber nicht, dass der Besitz eines Geräts die bessere Kontrolle verursacht.

Kontinuierliche Messungen: möglicher Zusatznutzen

Häufige bzw. kontinuierliche Messungen können zusätzliche Informationen über den zeitlichen Verlauf des Blutdrucks liefern. In den angeführten Studien wurden unterschiedliche Messansätze untersucht, darunter kontinuierliches gegenüber gelegentlichem Monitoring sowie manschettenlose Messungen im Vergleich mit ambulanter Blutdruckmessung [3–5].

Geschützte Inhalte gemäß Heilmittelwerbegesetz (HWG)

Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) und sind daher nur nach Anmeldung zugänglich. Bitte loggen Sie sich ein, um auf alle geschützten Informationen, Materialien und das exklusive E-Paper zugreifen zu können.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Medizinische Illustration eines menschlichen Herzens mit blau hervorgehobener Aortenklappe.

Aortenklappeninsuffizienz: Transkathetertherapie versus Operation

Aktuelles

Die europäischen Leitlinien von 2025 befürworten bei hohem Operationsrisiko eine kathetergestützte Therapie der isolierten Aortenklappeninsuffizienz mit dafür entwickelten Klappen wie der JenaValve Trilogy (JVT); Vergleichsdaten zum chirurgischen Aortenklappenersatz (SAVR) sind jedoch rar. Die retrospektive, multizentrische EROICA-Studie verglich daher die klinischen Ergebnisse beider Verfahren.

Kardiologie

Kongresse

Beitrag lesen
Medizinische Illustration eines menschlichen Herzens mit einem aufgelegten Stethoskop.

ESC-Leitlinien setzen neue Akzente bei Herzinsuffizienz und ATTR-CM

Aus der Industrie

Bei einem Bayer-unterstützten Symposium im Rahmen der DGK Herztage 2026 standen die Basistherapie bei HFpEF, Acoramidis bei ATTR-CM und neue Auswertungen zu Vericiguat im Fokus. Die vorgestellten Daten stammen aus Studien mit unterschiedlichem Evidenzgrad und sind entsprechend einzuordnen.

Kardiologie

Kongresse

Beitrag lesen
Weiße Würfel mit der Aufschrift „GLP-1“ und verstreute weiße Tabletten auf türkisfarbenem Hintergrund.

GLP-1-Therapien: Weniger Herzinsuffizienzereignisse über das LVEF-Spektrum

Aktuelles

GLP-1-basierte Therapien haben bei übergewichtigen Patient:innen mit HFpEF positive Effekte gezeigt. Ob Semaglutid und Tirzepatid auch über das gesamte LVEF-Spektrum mit weniger klinischen Ereignissen verbunden sind, ist bislang nicht ausreichend geklärt.

Kardiologie

Kongresse

Beitrag lesen