E-Paper

Neurologie und Psychiatrie » Schlaf

»

Bedeutung der Insomnie bei affektiven Störungen

Bedeutung der Insomnie bei affektiven Störungen

Fachbeitrag

Neurologie und Psychiatrie

Schlaf

1 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Die Insomnie bezeichnet einen anhaltend subjektiv gestörten und nicht erholsamen Schlaf mit resultierender Beeinträchtigung von Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit am Tage („insomnia disorder“ nach DSM-5). Sie stellt die zweithäufigste neuropsychiatrische Erkrankung dar. Im Gegensatz zur erhöhten Schläfrigkeit bei Schlafdeprivation ist die Insomnie durch eine übersteigerte Wachheit charakterisiert. Die subjektiven Beschwerden über mangelnde Schlafqualität sind oftmals nicht objektiv beobachtbar, was eher auf qualitative als quantitative Veränderungen des Schlafes schließen lässt. Nicht selten nimmt die Insomnie einen chronischen Verlauf und persistiert über Jahre hinweg. Die Insomnie tritt häufig komorbid mit affektiven Störungen auf und stellt ein Schlüsselsymptom dieser Erkrankungen dar. So kann die Insomnie der Depression oftmals um Jahre vorausgehen, diese als Risikofaktor begünstigen sowie die depressive Störung langfristig aufrechterhalten. Schließlich bleibt die Insomnie oftmals auch als deren Restsymptom lange nach Remission der Depression bestehen. Folglich ist die Therapie der Insomnie ein wichtiger Ansatz zur Behandlung von affektiven Störungen.

Artikel in der Vorschau sehen
Vollständigen Fachartikel auf med-search lesen

Bilderquelle: © stokkete, stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

DPtV nimmt Stellung zu geplantem Suizid-Präventionsgesetz

Aktuelles

„Suizid ist bei zehn- bis unter 25-Jährigen die häufigste Todesursache. Im Durchschnitt sterben in Deutschland täglich 28 Menschen durch Suizid. Jeder zehnte bis zwölfte Mensch in Deutschland hat im Laufe seines Lebens Suizidgedanken.

Neurologie und Psychiatrie

Psychische Erkrankungen

Allgemeine Aspekte

Beitrag lesen

Membrantransporter als neue Ziele im Kampf gegen neuronale Erkrankungen

Aktuelles

Sie transportieren Nährstoffe, regulieren Botenstoffe wie Serotonin oder Dopamin und beeinflussen den Energiehaushalt des Gehirns: Spezielle Transportproteine in der Zellmembran, sogenannte Solute Carrier (SLCs), erfüllen viele lebenswichtige Aufgaben. Einige von ihnen sind seit Jahrzehnten Angriffspunkte erfolgreicher Medikamente, etwa gegen Depression oder Epilepsie.

Neurologie und Psychiatrie

Forschung

Beitrag lesen

Migräne bei Frau und Mann: Geschlechtsspezifische Unterschiede im Fokus

Aktuelles

Nicht jeder Kopf-schmerz erzählt dieselbe Geschichte. Besonders bei Migräne zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede – von der Symptomatik über die Krankheitslast bis hin zu möglichen Besonderheiten der Schmerzverarbeitung. Warum dieses Wissen für Diagnostik, Beratung und Behandlung relevant sein kann, war Thema eines Pressegesprächs mit dem Neurologen und Kopfschmerzexperten PD Dr. Charly Gaul.

Neurologie und Psychiatrie

Kopfschmerzerkrankungen

Beitrag lesen