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Patientinnen und Patienten mit Autismus in der psychotherapeutischen Praxis

Junge Frau mit pinken Haaren zeichnet auf einem Tablet im Park – Kreativität bei Autismus-Spektrum-Störung

Quelle: Alfonso Soler - stock.adobe.com

Patientinnen und Patienten mit Autismus in der psychotherapeutischen Praxis

Fachbeitrag

Neurologie und Psychiatrie

Neurodiversität

Autismus

mgb medizin Redaktion

Verlag

13 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) äußern sich insbesondere durch Auffälligkeiten in den Bereichen soziale Interaktion, Kommunikation und Wahrnehmung sowie in eingeschränkten, repetitiven Verhaltensmustern. Die wissenschaftliche und klinische Auseinandersetzung mit Autismus hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, sodass auch die psychotherapeutische Versorgung zunehmend in den Fokus gerückt ist. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Versorgungslücken und Unsicherheiten im Umgang mit autistischen Betroffenen innerhalb der psychotherapeutischen Praxis [1].

ASS sind häufiger, als man denkt, etwa 1–1,5 % der Bevölkerung sind davon betroffen [2]. Das liest sich noch nicht sehr viel, aber wenn man bedenkt, dass im Erwachsenenalter zwischen 50 und 70 % von ihnen an einer behandlungsbedürftigen psychischen Begleiterkrankung leiden [3, 4], so wird klar, dass niedergelassene Psychotherapeuten auch mit diesen Menschen konfrontiert werden. Mit der passenden Unterstützung kann man eine Menge dazu beitragen, auch für autistische Menschen ein schönes und erfülltes Leben zu ermöglichen [5–6].

Menschen mit Autismus im Erwachsenenalter arbeiten oft in Berufen, die ihren speziellen Interessen und Fähigkeiten entsprechen. Gleichzeitig bin auch ich seit 30 Jahren in Therapie bei meiner eigenen Psychotherapeutin, der ich sehr vieles verdanke. In diesem Beitrag werde ich also von verschiedenen Seiten berichten, aus meiner Praxis, als Autistin und betroffene Person.

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