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Protein trägt zur Regeneration von Nervenfasern bei

Protein trägt zur Regeneration von Nervenfasern bei

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Schmerz

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Erschienen in: neuro aktuell

Forschende des Interfakultären Lehrstuhls für Neurobiologische Forschung an der Uniklinik RWTH Aachen konnten zusammen mit Kolleginnen und Kollegen von der Zhejiang Universität China in einer aktuellen entwicklungsbiologischen Studie wertvolle Erkenntnisse erzielen, die helfen können, zur Linderung von neuropathischen Schmerzen beizutragen. Die Publikation mit dem Titel „SEMA3B switches axon-axon to axon-glia interactions required for unmyelinated axon envelopment and integrity” wurde im multidisziplinären wissenschaftlichen Journal Nature Communications veröffentlicht.

Schmerz- und Temperaturempfindungen werden durch dünne unmyelinisierte Nervenfasern im peripheren Nervensystem übertragen, die normalerweise von speziellen Gliazellen (sogenannten nicht-myelinisierenden Schwann-Zellen) umhüllt und voneinander isoliert sind. Wenn diese Umhüllung wegfällt, etwa nach Verletzungen, kommt es zu einer Überempfindlichkeit gegenüber mechanischen oder thermischen Reizen. Dies kann eine Kette biologischer Fehlanpassungen auslösen, die chronischen (neuropathischen) Schmerz auslöst.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Till Marquardt, Leiter des Lehrstuhls für Neurobiologische Forschung an der Uniklinik RWTH Aachen, haben in ihrer neusten Studie zu diesem Thema die Mechanismen untersucht, welche die Umhüllung der unmyelinisierten Nervenfasern vermitteln. Dabei standen ihnen die Forschenden um Prof. Liang Wang von der Zhejiang Universität zur Seite.

Protein SEMA3B beschleunigt Wiederherstellung

Das Team fand heraus, dass bei der Umhüllung der schmerzleitenden Nervenfaser der Wechsel von Nervenfaser-Nervenfaser zu Nervenfaser-Glia-Interaktionen eine zentrale Rolle spielt. Sie identifizierten zudem das Protein SEMA3B, welches hieran zentral beteiligt ist, indem es die Wiederherstellung der Umhüllung von unmyelinisierten Nervenfasern nach Verletzungen beschleunigt. Infolgedessen kann neuropathischer Schmerz reduziert werden. „Diese Entdeckung birgt das Potenzial, auch in der medizinischen Behandlung, insbesondere der frühen Intervention nach Verletzungen peripherer Nerven, zur Verminderung von neuropathischen Schmerzen beizutragen“, erklärt Prof. Marquardt.

Quelle: Pressemeldung Uniklinik RWTH Aachen (14.7.25)

Zur Originalpublikation kommen Sie hier.


Bildquelle: © Christoph Burgstedt – stock.adobe.com

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