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Differenzialdiagnose: Kutanes Lymphom

Differenzialdiagnose: Kutanes Lymphom

Fachbeitrag

Onkologie

Hämatologie

Lymphome

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Erschienen in: onkologie heute

Kutane Lymphome sind eine heterogene Gruppe von malignen Hauterkrankungen, die aus lymphatischen Zellen (T- oder B-Lymphozyten) in der Haut entstehen. Sie stellen eine besondere Herausforderung für Dermatologen dar, da ihre klinischen Manifestationen oft unspezifisch sind und mit einer Vielzahl anderer dermatologischer Erkrankungen verwechselt werden können. Kutane Lymphome werden häufig spät diagnostiziert, da das klinische Erscheinungsbild sehr heterogen ist. Die korrekte Differenzialdiagnose ist entscheidend, um die Prognose der Patienten einzuschätzen, zu verbessern und eine adäquate Therapie einzuleiten.

In diesem Artikel werden wir die aktuelle Klassifikation der kutanen Lymphome sowie die Differenzialdiagnosen der häufigsten Entitäten aus klinischer und histopathologischer Sicht darstellen. Für die richtige Diagnosestellung ist die klinisch-pathologische Korrelation unabdingbar. Aus klinischer Sicht werden wir die wichtigsten Differenzialdiagnosen anhand ihrer charakteristischen Hauteffloreszenzen untersuchen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Vielfalt der Hautveränderungen zu vermitteln und die diagnostische Sicherheit bei der Identifizierung kutaner Lymphome zu erhöhen.

Klinisches Bild

Das klinische Bild von kutanen Lymphomen kann stark variieren, abhängig vom spezifischen Subtyp sowie dem Stadium der Erkrankung. Während einige Patienten asymptomatische Läsionen aufweisen können, zeigen andere ausgeprägte Symptome wie starken Juckreiz oder Schmerzen. Kutane T-Zell-Lymphome (CTCLs) machen etwa 75–80 % aller primären kutanen Lymphome aus, während primäre kutane B-Zell-Lymphome (CBCLs) etwa 20–25 % ausmachen [2]. Die häufigsten kutanen T-Zell-Lymphome sind Mycosis fungoides (MF) (einschließlich ihrer Varianten) sowie deren leukämisches Pendant, das Sézary-Syndrom, CD30+ T-Zell-lymphoproliferative Erkrankungen, einschließlich der ständig wachsenden Gruppe der lymphomatoiden Papulose und des primären kutanen anaplastischen großzelligen Lymphoms, sowie primäre kutane CD4+ kleinmittelgroßzellige T-Zell-lymphoproliferative Erkrankungen [3]. Die häufigsten kutanen B-Zell-Lymphome sind das primär kutane Follikelzentrumslymphom (PCFCL) und das primär kutane Marginalzonenlymphom (PCMZL) [4]. Im nächsten Absatz diskutieren wir die unterschiedlichen Entitäten entsprechend derer klinischen Präsentation.

Bilderquelle: © Dr. med. Gabor Dobos Leitung AG Kutane Lymphome Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Charité-Universitätsmedizin Berlin)

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