Onkologie » Hämatoonkologie » Multiples Myelom

»

Gesteigerte Infektionsneigung nach Immuntherapie beim Multiplen Myelom

Darstellung eines hämatologischen Testergebnisses mit Fokus auf Multiple Myelom.

Quelle: shidlovski – stock.adobe.com

Gesteigerte Infektionsneigung nach Immuntherapie beim Multiplen Myelom

Fachbeitrag

Onkologie

Hämatoonkologie

Multiples Myelom

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Das Multiple Myelom zählt zu den häufigsten hämatologischen Neoplasien. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Therapielandschaft grundlegend verändert. Mit der Einführung CD38- gerichteter monoklonaler Antikörper in der Erstlinie sowie der Entwicklung T-Zell-basierter Therapien gegen das B-cell maturation antigen (BCMA) und G-protein coupled receptor family C group 5 member D (GPRC5D) in der rezidivierten oder refraktären Situation konnten Ansprechraten und Überleben deutlich verbessert werden. Gleichzeitig geht die Immuntherapie mit einem erhöhten Risiko für teils schwere Infektionen einher, deren Prävention und Behandlung zunehmend in den klinischen Fokus rücken.

Patienten mit Multiplem Myelom weisen bereits im Rahmen ihrer Erkrankung eine intrinische Infektneigung auf (sekundärer Immunglobulinmangel). Diese wird durch Plasmazell-gerichtete Therapien häufig zusätzlich verstärkt. Auch klassische zytotoxische Chemotherapien (Melphalan, Cyclophosphamid, Fludarabin), Kortikosteroide sowie immunmodulatorische Substanzen (IMiDs; Thalidomid, Lenalidomid, Pomalidomid, Iberdomid und Mezigdomid) tragen wesentlich zur erhöhten Infektneigung bei [1].

Insbesondere unter den neu zugelassenen BCMA-gerichteten Immuntherapien zeigt sich, dass die nicht progressionsassoziierte Mortalität, insbesondere das Versterben an Infektionen, ein zunehmend relevantes klinisches Problem dieser hocheffektiven Therapieoptionen darstellt [2, 19].

Im Folgenden werden zunächst die in der Standardtherapie des Multiplen Myeloms eingesetzten Immuntherapien nach ihren Wirkmechanismen dargestellt. Daran anschließend erfolgen praxisnahe Handlungsempfehlungen zur Reduktion der therapiebedingten Infektanfälligkeit. Abschließend werden Strategien zum Infektionsmanagement in der klinischen Praxis diskutiert.

Hier vollständigen Artikel lesen

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Collage mit sechs jungen Forschenden in weissen Kitteln im Labor als Symbolbild fuer den von der Jose Carreras Leukaemie-Stiftung gefoerderten Forschungsnachwuchs

José Carreras Leukämie-Stiftung fördert vielfältig den Forschungsnachwuchs

Aktuelles

„Leukämie muss heilbar werden – immer und bei jedem. Dieses große Ziel unseres Stifters José Carreras erreichen wir nur über Forschung“, erklärt Dr. Ulrike Serini, Geschäftsführerin der José Carreras Leukämie-Stiftung.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Gruppenfoto des Psychoonkologischen Dienstes am Universitaetsklinikum Regensburg mit zehn Mitarbeitenden vor roter Fassade zum Jubilaeum 25 Jahre psychoonkologische Unterstuetzung

25 Jahre psychoonkologische Unterstützung für Patienten und Angehörige

Aktuelles

Seit 25 Jahren unterstützt der Psychoonkologische Dienst des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) Patienten und ihre Angehörigen dabei, mit Ängsten, Sorgen und den Veränderungen durch die Erkrankung umzugehen. Was 2001 ursprünglich nur durch die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung und die Leukämiehilfe Ostbayern finanzierten Stelle begann, ist heute ein fester Bestandteil der onkologischen Versorgung am UKR.

Onkologie

Psychologie

Psychoonkologie

Beitrag lesen
Fluoreszenzaufnahme von Krebszellen in Organoiden mit blau und pink angefaerbten Zellkernen als Symbolbild fuer die Entwicklung neuer Wirkstoffkombinationen gegen Leberkrebs

Neue Wirkstoffkombinationen erleichtern die Therapie von Leberkrebs

Aktuelles

Die Therapie von Leberkrebs erweist sich als schwierig, da sich die Tumoren von Patent*innen stark unterscheiden. Forschende haben jetzt mit Organoide von Tumoren mehr als 1600 Wirkstoffe getestet und entwickeln daraus neue Wirkstoffkombinationen.

Onkologie

Gastrointestinale Tumoren

Leberkarzinom

Beitrag lesen