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In vivo CAR-T-Zelltherapie bei B-Zell-Lymphomen

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In vivo CAR-T-Zelltherapie bei B-Zell-Lymphomen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Die CAR-T-Zelltherapie geht in die nächste Runde. Patienteneigene T-Zellen werden in Zukunft möglicherweise in vivo umprogrammiert. Beim EHA wurde eine Phase-1-Studie beim rezidivierten/refraktären B-Zell-Non Hodgkin-Lymphom vorgestellt.

Die CAR-T-Zelltherapie ist inzwischen bei rezidivierenden bzw. refraktären Non-Hodgkin-Lymphomen etabliert. Limitierende Aspekte sind die zeitaufwendige ex vivo Herstellung der CAR-T-Zellen sowie die erforderliche Chemotherapie zur Lymphodepletion vor der CAR-T-Zellinfusion. Eine zukunftsweisende Weiterentwicklung ist die CAR-T-Zelltherapie in vivo, bei der die Transformation der T-Zellen im Körper der Patienten stattfindet.

Beim EHA wurde eine laufende klinische Phase-1-Studie präsentiert, die diesen Ansatz erstmals bei B-Zell-Lymphomen prüft. Für die Transduktion wird ein nicht replikationsfähiges Lentivirus (LB2501) verwendet, das mittels eines CD3-Binders T-Zellen erkennt und diese in vivo mit dem genetischen Code für die Expression eines CD19/CD20-CAR (chimärer Antigen-Rezeptor) ausstattet. Die T-Zellen exprimieren daraufhin den CAR, der gegen die krebsspezifischen Antigene CD19/CD20 gerichtet ist, auf ihrer Oberfläche und zerstören die malignen Zellen nach Kontakt mit der Zielstruktur.

Erste Daten ermutigend

Eingeschlossen in die Phase-1-Studie wurden Patienten mit primär refraktärem oder nach mindestens 2 Therapielinien rezidiviertem B-Zell-Non Hodgkin Lymphom (r/r B-NHL). Sie wurden mit einer einzelnen intravenösen LB2501-Infusion behandelt, wobei 3 verschiedene Dosiskohorten gebildet wurden. Stand April 2026 waren Daten von zwölf Patienten aus zwei Dosiskohorten verfügbar.

Die vorliegenden Ergebnisse werden als vielversprechend eingestuft. Sie zeigen eine robuste CAR-T-Expansion ohne Lymphodepletion. In der zweiten Dosiskohorte lag die objektive Ansprechrate bei 100 % (6/6 Patienten). Ein komplettes Ansprechen zeigten 5 von 6 Patienten. Bei einem mittleren Follow-up von mehr als 2 Monaten war das Ansprechen in allen Fällen anhaltend. Das Sicherheitsprofil ist den ersten Daten zufolge günstig: Es wurden keine dosislimitierenden Toxizitäten gesehen, speziell auch keine Neurotoxizität. Ein Zytokin-Freisetzungs-Syndrom (maximal Grad 2) trat bei 66,7 % der Patienten auf. Nebenwirkungen vom Grad 3 betrafen den Abfall von Lymphozyten und Neutrophilen.  

Quelle: First-in-human trial of LB2501, an in vivo CD19/CD20 dual targeting CAR-T-therapy, in relapsed/refractory B-cell NHL. Abstract: EHA-7249

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