Onkologie » Lungenkarzinom

»

Lungenkrebs-Früherkennung: Neues Screening für Raucher

Radiologe wertet CT-Aufnahmen der Lunge am Monitor aus, im Hintergrund Patient im CT-Scanner

Quelle: © Peakstock - stocke.adobe.com

Lungenkrebs-Früherkennung: Neues Screening für Raucher

Aktuelles

Onkologie

Lungenkarzinom

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Lungenkrebs ist in Deutschland für rund 45.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich – und wird nur in etwa 15 Prozent der Fälle früh genug entdeckt. Ab dem 1. April 2026 übernehmen gesetzliche Krankenkassen das Lungenkrebs-Screening für starke Raucher*innen. Für ein flächendeckendes Angebot müssen jedoch zunächst ausreichend Ärzt*innen und Radiolog*innen qualifiziert werden.

Der wichtigste Risikofaktor für Lungenkrebs ist das Rauchen. Teilnahmeberechtigt sind Menschen zwischen 50 und 75 Jahren, die mindestens 15 Packungsjahre* geraucht haben und erst vor weniger als zehn Jahren aufgehört haben. „Die Prognose hängt maßgeblich vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Werden Tumoren früh entdeckt, ist oft noch Heilung möglich“, sagt Rudolf Kaaks, Epidemiologe am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Internationale Studien zeigen, dass jährliche CT-Untersuchungen mit niedriger Strahlendosis die Lungenkrebs-bedingte Sterblichkeit senken können – weil Tumoren im CT oft schon erkennbar sind, bevor sie Symptome verursachen.

Noch nicht flächendeckend verfügbar

Zum 1. April steht das Angebot vermutlich noch nicht überall zur Verfügung: Für die Niedrigdosis-CT ist eine Überweisung vom Allgemeinmediziner oder Internisten nötig – und sowohl überweisende Ärzt*innen als auch Radiolog*innen müssen sich erst für das Programm qualifizieren. „Raucher*innen sollten sich genau über Vor- und Nachteile informieren“, empfiehlt Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes am DKFZ: „Eine Früherkennung kann Lungenkrebs nicht verhindern, aber die Prognose deutlich verbessern.“ Langfristig bleibt jedoch klar: Die wirksamsten Maßnahmen sind konsequente Tabakkontrollpolitik und Unterstützung beim Rauchstopp.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft (dkfz.) vom 26.03.2026

Weitere Beiträge zu diesem Thema

wissenschaftliche Darstellung der Prostata mit einem hervorgehobenen Tumor. Es symbolisiert die Ergebnisse der VERSUS-Studie, die sich mit Prostatakrebs bei jungen Patienten unter 45 Jahren beschäftigt

Diagnostische Genauigkeit von ¹⁸F-PSMA-1007 bei Lokalrezidiven des PCa

Fachbeitrag

Diagnostische Genauigkeit von 18F-PSMA-1007 bei Lokalrezidiven im Kontext des biochemischen Rezidivs: Real-World-Evidence aus einer monozentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie – Studie AP 172/26 der AUO. Für Patienten mit einem biochemischen Rezidiv eines ...

Onkologie

Prostatakarzinom

Beitrag lesen
Farbcodiertes 3D-Strukturmodell des p53-Proteins mit zahlreichen ueberlagernden Konformationen als Darstellung seiner dynamischen Struktur

Dynamische Veränderung des p53 Proteins wird sichtbar

Aktuelles

Forschende konnten das Krebsprotein p53 sichtbar machen, wie sich das Krebsprotein ständig dynamisch verändert. Das Verständnis der Dynamik dieser Strukturen bietet einen neuen Ansatz.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Forschungsteam in einem Labor steht neben einem Sequenziergeraet mit sichtbaren Genomdaten auf dem Bildschirm

Neue Genvarianten beim familiären Brust- und Eierstockkrebs

Aktuelles

Erblich bedinget Brustkrebs beruht auf eine Veränderung bestimmter Gene. Aktuell sind 13 Risikogene für die Diagnostik bestimmt wurden. Forschende haben weiter Gene und Genvarianten entdeckt, die im Zusammenhang mit Brustkrebs stehen. Sie eröffnen weitere Möglichkeiten zu Früherkennung, Risikoreduktion und Therapie.

Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Mammakarzinom

Beitrag lesen