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Neuer SFB erforscht frühe Therapieresistenz bei Melanomen

Forschungsteam der Universitaet Duisburg Essen als Gruppenfoto vor dem Universitaetsgebaeude

Quelle: © Dr. Nora Mitdank

Neuer SFB erforscht frühe Therapieresistenz bei Melanomen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: ärztliches journal onkologie

Hautkrebsforschung: Die DFG fördert den neuen Sonderforschungsbereich DYNAMO an der Uni Duisburg-Essen mit 12,9 Mio. Euro. Ziel ist es, frühe Therapieresistenzen beim Melanom besser zu verstehen und zu überwinden.

Die Wissenschaftler:innen des Sonderforschungsbereiches (SFBs) „DYNAMO“ untersuchen, wie Tumoren des schwarzen Hautkrebses in den ersten Wochen einer Therapie auf die Behandlung reagieren und sich anpassen. Bereits in dieser frühen Phase zeigt sich oft, ob eine Therapie langfristig an Wirksamkeit verliert. Ursache hierfür ist die Resistenz einzelner Krebszellen gegenüber den eingesetzten Behandlungsformen. Genau hier setzt die Arbeit des Forschungsteams im SFB an.

„Die Bewilligung des Sonderforschungsbereichs ‚DYNAMO‘ stärkt das Forschungsprofil der Universität Duisburg-Essen und insbesondere unseren Schwerpunkt in den Biomedizinischen Wissenschaften. Zugleich verbindet der SFB technologiegetriebene Grundlagenforschung mit klinischer Nähe – eine wichtige Voraussetzung, um neue Erkenntnisse schneller in bessere Therapien zu überführen“, betont Prof. Dr. Astrid Westendorf, Prorektorin für Forschung & wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Duisburg-Essen.

„Wir möchten einen Wandel anstoßen: weg vom Reagieren, hin zum früheren Eingreifen“, sagt SFB-Sprecher und Dermato-Onkologe Prof. Dr. Alexander Roesch. „Unser neuer Sonderforschungsbereich stärkt die Krebsforschung in Nordrhein-Westfalen und trägt wesentlich dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die klinische Praxis zu überführen.“

Die SFB-Projektgruppen analysieren, was im Tumor direkt nach Therapiebeginn passiert. Ärzt:innen, Krebsforscher:innen und Immunolog:innen untersuchen gemeinsam Proben von Patient:innen. Sie erfassen kleinste Veränderungen auf molekularer Ebene und führen die Daten zusammen. Ergänzt wird dies durch computergestützte Analysen, denen komplexe Rechenmodelle zugrunde liegen. „So entsteht ein möglichst frühes Gesamtbild, das bislang fehlte“, betont Hautkrebs-Experte Professor Roesch.

Ein Forschungsziel ist, das dynamische Anpassungsverhalten von Melanomzellen in Zukunft vorhersagen und gezielt beeinflussen zu können. Dadurch sollen Therapien länger wirken und Rückfälle verhindern werden können. Im Idealfall eröffnen die Ergebnisse auch neue Möglichkeiten, um andere Krebsarten besser zu behandeln.

* Die Universität Duisburg-Essen koordiniert den Forschungsverbund. Partner sind das Institut für Experimentelle Onkologie der Universität Bonn und das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V. in Dortmund.

Quelle: Pressemitteilung Universität Duisburg-Essen

Bildunterschrift: Die Wissenschaftler:innen des SFBs am Standort in Essen. © Dr. Nora Mitdank

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