Onkologie » Gynäkologische Tumoren » Ovarialkarzinom

»

Ovarialkarzinom und Komplementärmedizin: Aktuelle Aspekte und neue Entwicklungen

Eierstockkrebs

Ovarialkarzinom und Komplementärmedizin: Aktuelle Aspekte und neue Entwicklungen

Fachbeitrag

Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Ovarialkarzinom

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Die Menge und die Qualität von Studien zu Komplementärmedizin in der Onkologie als Ergänzung zu konventionellen Therapien haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Zahlreiche Erkenntnisse aus diesen Studien wurden in Leitlinien aufgenommen. Sprechstunden, die Komplementärmedizin in der Onkologie anbieten, beinhalten ein breites Spektrum von komplementärmedizinischen Therapien. Viele dieser Therapien können bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom zur Optimierung der Lebensqualität beitragen. Die neue Leitlinie zur Komplementärmedizin bei onkologischen Patienten gibt eine Orientierung hierzu.

Die wissenschaftliche Evidenz auf dem Gebiet der Komplementärmedizin bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom variiert bei den einzelnen Therapieformen und ist insgesamt begrenzt. Wissenschaftliche Studien zu komplementärmedizinischen Methoden haben oft geringe Patientenzahlen, ihre Qualität variiert stark. Ergänzend zu Studienresultaten in diesem Bereich hat die Erfahrungsmedizin eine besondere Bedeutung [1]. Ein Teil der komplementärmedizinischen Methoden und Konzepte ist bisher unzureichend erforscht und kann momentan nicht abschließend beurteilt werden. In bestimmten Situationen können einige komplementärmedizinische Maßnahmen Risiken mit sich bringen. Wie können wissenschaftliche Erkenntnisse und Inhalte in Leitlinien konkret bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom zur Anwendung kommen?

Neue Leitlinie Komplementärmedizin

Im Mai 2024 wurde die S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen Patienten, Version 2.0, im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie veröffentlicht [2]. Diese Leitlinie beschreibt verschiedene Präparate und Methoden der Komplementärmedizin für onkologische Patientinnen und Patienten.

Wer soll über Komplementärmedizin informiert und beraten werden?

„Alle Patienten sollen frühestmöglich und im Verlauf wiederholt zum Interesse an Informationen zu komplementärmedizinischen Maßnahmen befragt werden“ (Konsensbasierte Empfehlung 3.1).

Wie soll informiert und beraten werden?

„Die Beratung zu komplementärmedizinischen Maßnahmen soll einer systematischen, auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichteten Gesprächsführung folgen, sowie die aktuelle Evidenz berücksichtigen“ (Konsensbasierte Empfehlung 3.5).

Vollständiger Artikel

Bilderquelle: © Faizal – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

ki-modell-blutkrebsdiagnostik-cytovi-forschungsteam-labor

Vereinfachter Blutkrebs-Diagnose durch KI-Modell

Aktuelles

Neues open-sources KI-Modell soll die standardisierte Analyse klinischer Routinedaten erleichtern. Das Modell erkennt Krebszellen automatisch und reduziert die händische Auswertung.

Onkologie

Hämatoonkologie

Allgemeine Aspekte

Beitrag lesen
Tablet mit der leuchtenden Aufschrift RHABDOMYOSARCOMA und daneben ein Stethoskop auf dunkler Tischoberflaeche

Neuer Therapieansatz beim embryonalen Rhabdomyosarkom

Aktuelles

Rhabdomyosarkome sind mesenchymalen Ursprungs und ähneln Skelettmuskelzellen. Sie gehören zu den häufigsten Weichteilsarkome bei Kindern.

Onkologie

Sarkome

Weichteilsarkome

Beitrag lesen
Aerztin in Schutzkleidung und FFP2-Maske verabreicht einem jungen Patienten im Krankenhausbett eine Infusion mit genveraenderten Stammzellen

Erstmals erfolgreiche Behandlung mit CRISPR-Therapeutikum

Aktuelles

Der 19-jährige Mohammad ist der erste Patient mit Beta-Thalassämie, der im Zuge der Standardtherapie das auf der Genschere CRISPR basierende Medikament Exagamglogene Autotemcel erhalten hat. Das Medikament ist das erste zugelassene CRISPR-Therapeutikum.

Onkologie

Hämatologie

Beitrag lesen