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Patientenzentrierte Ernährungstherapie

Älteres Paar schneidet gemeinsam frisches Gemüse auf einem Holzbrett in der Küche

Quelle: Rawpixel.com – stock.adobe.com

Patientenzentrierte Ernährungstherapie

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mgb medizin Redaktion

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2 MIN

Essen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Nicht nur als reine Nährstoffaufnahme, sondern auch zur sozialen Teilhabe. Es bedeutet oft Genuss und Freude, und kann trösten und belohnen. Doch während einer Krebserkrankung kann Essen auch zur Belastung werden. Nicole Erickson, München, stellte in einem Vortrag die Merkmale einer patientenorientierten Ernährungstherapie vor.

Empowerment durch konkrete und messbare Ziele

Es sollten Interventionsziele festgelegt werden. Aus der Sicht der Ernährungstherapie kann das beispielsweise sein, das Gewicht zu stabilisieren, die Energieaufnahme zu steigern oder Nahrungsanreicherung zu nutzen. Dieses allgemeine Ziel muss für die Patienten konkret formuliert werden. Dafür sollten explizite Vorschläge gemacht werden, welche Lebensmittel, wie oft in die Ernährung integriert werden sollten, um das Ziel zu erreichen.

Der Hinweis, dass die Energieaufnahme gesteigert werden sollte, hilft den Patient*innen oft wenig. Als konkretes Beispiel führt Erickson die Formulierung auf „Integration einzelner energiereicher Lebensmittel, wie Nüsse, Müsli mit griechischem Joghurt oder Kuchen mit Sahne, zweimal täglich als Zwischenmahlzeit“. Solche Tipps helfen den Patient*innen, die Ernährungsziele sofort in den Alltag zu integrieren.

Auch kleine Änderungen der Ernährungsgewohnheiten können viel bewirken. Am Beispiel einer Kürbiscremesuppe zeigt sie, wie kleine Modifikationen im Rezept, die Kalorien verdreifachen können.

Tabellarische Darstellung der Zutaten in Kürbissuppe

Eine respektvolle Beziehung zu Patienten ist essenziell

Patienten sollten mit in die Therapieplanung einbezogen werden. Studien zeigen, dass Patienten nicht die Ernährungsversorgung erhalten, die sie benötigen und wünschen. Die Patienten erhalten oft nicht durchgängig individualisierte Ernährungsberatung, die erforderlich ist, um sinnvolle Veränderungen im täglichen Leben umzusetzen. Das zeigt, dass der Bereich Ernährungstherapie Verbesserungsbedarf hat. Diese Verbesserungen können auch damit erreicht werden können, indem man Patient*innen zuhört und versteht, was ihnen wichtig ist.

Erickson schloss ihren Vortrag ab, indem sie die wichtigsten Merkmale einer qualitativ hochwertigen patientenorientierten Ernährungstherapie noch einmal zusammenfasste.

Diese Lauten:

  • Die Verantwortung für die Informationsvermittlung zu übernehmen (konkret formulieren)
  • Patienten in die Entscheidungsfindung einbeziehen
  • Die Überzeugungen, psychosozialen Umstände und soziokulturellen Einflüsse der Patienten berücksichtigen, da diese die Essgewohnheiten direkt beeinflussen
  • Sicherstellen, dass ihre individuellen Bedürfnisse erfüllt werden

Quelle: Erickson, Nicole. „Ernährungstherapie konkret.“ Vortrag im Rahmen der Sitzung „Enteritis, Kachexie und Ernährung“ auf dem deutschen Krebskongress 2026.

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