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Teclistamab zeigt vergleichbare ORR bei rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom

Knochenmarksausstrich eines Multiplen Myeloms

Teclistamab zeigt vergleichbare ORR bei rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom

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Erschienen in: onkologie heute

Die vorliegende Studie adressiert die Frage nach der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Teclistamab unter Alltagsbedingungen. Teclistamab ist ein bispezifischer Antikörper, der sich sowohl gegen das B-Zell-Reifungsantigen BCMA als auch gegen CD3-Rezeptoren richtet, und ist in verschiedenen Ländern zur Behandlung des rezidivierten und refraktären multiplen Myeloms (r/rMM) zugelassen.

Für diese Real-World-Analyse wurden die Daten von 115 r/rMM-Patient:innen retrospektiv erfasst und ausgewertet, die zwischen Juli 2022 und Juli 2023 an 18 verschiedenen deutschen Zentren mit mindestens einer vollen Teclistamab-Dosis behandelt wurden. Das Ansprechen wurde gemäß den IMWG-Ansprechkriterien bewertet; darüber hinaus galt ein nahezu vollständiges Ansprechen als serologische Komplettremission ohne Knochenmarkuntersuchung, da diese nicht immer Teil der klinischen Routine war.

Die 115 eingeschlossenen Patient:innen (49 Frauen, 66 Männer, mittleres Alter 66 Jahre, mittlere Erkrankungsdauer 6,5 Jahre) waren mit durchschnittlich sechs vorherigen Therapielinien stark vorbehandelt. Die Mehrheit wies eine Triple- (91,3 %) oder Penta-Refraktärität (58,3 %) auf. 35,6 % hatten eine BCMA-gerichtete Vorbehandlung erhalten, darunter 20 mit Ide-Cel, 21 mit Belantamab Mafodotin und ein Patient mit beiden oder einer BCMA-gerichteten Studienmedikation. Zytogenetische Hochrisikomerkmale sowie eine extramedulläre Erkrankung (EMD) lagen bei 38,0 % bzw. 37,2 % der Patient:innen vor. Insgesamt hätte ein erheblicher Anteil (40,9 %) der behandelten Patient:innen ausgewählte Einschlusskriterien der MAJESTEC-1-Studie wie messbare Erkrankung, stabile Hämatopoese und Nierenfunktion nicht erfüllt.

Mit medianen Zeiten bis zum Ansprechen und bestem Ansprechen von 4,3 Wochen bzw. 8 Wochen wurde eine Gesamtansprechrate (ORR; partielle Remission oder besser) von 56,8 % beobachtet. 20,9 % aller Patient:innen erreichten ein nahezu vollständiges oder vollständiges Ansprechen. In der Gruppe der mit gegen BCMA-gerichteten Vorbehandelten war die ORR unter Belantamab (70 %) vergleichbar mit derjenigen der Anti-BCMA-naiven Patient:innen (60,0 %), während die mit Ide-Cel vorbehandelten Patient:innen eine deutlich niedrigere ORR (27,8 %) aufwiesen. Bei einer medianen Nachbeobachtungs-zeit von 3,9 Monaten betrug das mediane PFS 8,7 Monate. Die Sicherheit war ähnlich wie in der MAJESTEC-1-Studie: Bei 60,0 % der Patient:innen kam es zu einem Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS), und bei 6,9 % traten Neurotoxizitäten auf. Tocilizumab wurde bei 25,2 % und Dexamethason bei 15,7 % der Patient:innen verabreicht. Bei 49,6 % traten Infektionen auf, von denen fast die Hälfte einen Krankenhausaufenthalt erforderte.

Fazit

Teclistamab zeigte unter Alltagsbedingungen eine ähnliche ORR wie in der MAJESTEC-1-Studie.     Das PFS war geringfügig niedriger, aber das Patient:innenkollektiv der Real World-Analyse umfasste einen höheren Anteil Betroffener mit Hochrisikomerkmalen, extramedullärer Erkrankung und hoher Krankheitslast sowie hämatopoetischen oder renalen Beeinträchtigungen.

Dr. Katrina Recker

Quelle: Riedhammer C et al. Real-World Analysis of Teclistamab in 115 RRMM Patients from Germany. ASH-Jahreskongress 2023 vom 9.–12. Dezember 2023, San Diego; Abstract #3329 

Bilderquelle: © David A Litman – stock.adobe.com

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