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Update MAIA-Studie: Auch nach mehr als 5 Jahren deutlich bessere Wirksamkeit der Tripletherapie mit Daratumumab

Knochenmarksausstrich des Multiplen Myeloms

Update MAIA-Studie: Auch nach mehr als 5 Jahren deutlich bessere Wirksamkeit der Tripletherapie mit Daratumumab

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Erschienen in: onkologie heute

Aufgrund des Alters und vorhandener Komorbiditäten sind viele Patienten mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom (NDMM) nicht für eine Hochdosis-Chemotherapie und autologe Stammzelltransplantation (ASCT) geeignet. Bei diesen Betroffenen zeigte die Hinzugabe des Anti-CD38-Antikörpers Daratumumab zu einer Standardtherapie eine eindrucksvolle Wirksamkeit. So reduzierte das Regime aus Daratumumab in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (D-Rd) in vorherigen Analysen der offenen  Phase-III-Studie MAIA das Risiko für Progression und Tod bei NDMM-Patienten um 47 % im Vergleich zu Rd. Die 737 Studienteilnehmenden erhielten nach einer 1:1-Randomisierung entweder D-Rd (n = 368) oder Rd (n = 369) in 28-tägigen Zyklen. Im D-Rd-Arm bestand die Medikation aus Daratumumab 16 mg/kg i.v. wöchentlich für die Zyklen 1–2, alle zwei Wochen für die Zyklen 3–6 und alle vier Wochen ab Zyklus 7. Die Patienten im D-Rd- und Rd-Behandlungsarm erhielten 25 mg Lenalidomid an den Tagen 1 bis 21 jedes 28-tägigen Zyklus und 40 mg Dexamethason einmal wöchentlich für jeden Zyklus. In beiden Behandlungsarmen wurde die Behandlung bis zum Fortschreiten der Krankheit oder bis zur inakzeptablen Toxizität fortgesetzt. Als primärer Endpunkt wurde das progressionsfreie Überleben (PFS) definiert, zu den wichtigsten sekundären Endpunkten gehörten die MRD-Negativitätsrate, die Gesamtansprechrate (ORR) sowie das Gesamtüberleben (OS) und die Sicherheit.

Die auf der Tagung präsentierten Daten nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 64,5 Monaten bestätigen die Wirksamkeit der Triple-Kombination: Das mediane PFS betrug unter D-Rd 61,9 Monate vs. 34,4 Monate unter Rd (HR 0,55; p < 0,0001;). Das mediane OS wurde im D-Rd-Arm nicht erreicht und lag in der Rd-Gruppe bei 65,5 Monaten (HR 0,66; p = 0,0003). Die geschätzte 60-Monats-OS-Rate betrug 66,6 % mit D-Rd und 53,6 % unter Rd. Die ORR, die MRD-Negativitätsrate und die Rate der anhaltenden MRD-Negativität waren unter D-Rd signifikant besser als in der Rd-Gruppe (92,9 % vs. 81,6 %, p < 0,0001;  32,1 vs. 11,1 %, p < 0,0001; 18,8 % vs. 4,1 %, p < 0,0001). Es traten keine neuen Sicherheitssignale auf.

Nach Schlussfolgerungen der Autoren attestierte die aktualisierte Analyse der MAIA-Studie nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von mehr als fünf Jahren der Dreifachkombination D-Rd als Firstline bei nicht-transplantablen NDMM-Patienten weiterhin Vorteile in Bezug auf das PFS und OS. D-Rd erzielte zudem eine fast dreifach höhere MRD-Negativitätsrate und eine mehr als vierfach höhere Rate anhaltender MRD-Negativität über mindestens ein Jahr als nach Gabe von Rd. Diese Ergebnisse untermauern den Nutzen von D-Rd in dieser Therapiesituation.

Dr. Katrina Recker

Quelle: Goldschmidt H et al. P342: Daratumumab plus Lenalidomid und Dexamethason (D-Rd) vs. Lenalidomid und Dexamethason (Rd) bei nicht-transplantablen Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM): Aktualisierte Analyse der Phase 3 MAIA Studie im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2023 am 14.10.23

Bilderquelle: © David A Litman, stock.adobe.com

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