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Verbesserte Krankheitskontrolle bei Melanom-Hirnmetastasen

3D-Illustration eines transparenten menschlichen Kopfes mit sichtbarem Gehirn und roten Viruszellen oder Hirnmetastasen

Quelle: © Design Cells – stock.adobe.com

Verbesserte Krankheitskontrolle bei Melanom-Hirnmetastasen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Das maligne Melanom entwickelt häufig Hirnmetastasen, die eine der größten Herausforderungen in der onkologischen Therapie darstellen. Forschende des UKGM Marburg haben nun untersucht, wie die Kombination aus stereotaktischer Strahlentherapie (SRT) und Immuntherapie (IO) die Krankheitskontrolle beeinflusst und welche Rolle die gezielte Bestrahlung einzelner Läsionen spielt. Die Studie wurde im Rahmen eines E-Poster-Talks auf dem Deutschen Krebskongress vorgestellt.

In der modernen Immuntherapie-Ära werden Immun-Checkpoint-Inhibitoren zunehmend mit der stereotaktischen Strahlentherapie kombiniert. Ob diese Kombination die intrakranielle Krankheitskontrolle verbessert und wie nicht bestrahlte Läsionen darauf ansprechen, war bislang unzureichend untersucht.

Zwischen 2016 und 2024 wurden am UKGM, Marburg, 48 Patienten mit insgesamt 104 Melanom-Hirnmetastasen behandelt. Zum Einsatz kamen stereotaktische Radiochirurgie (SRS) bei 74 % der Läsionen sowie fraktionierte stereotaktische Strahlentherapie (FSRT) bei 26 %. Bei 83 % der Läsionen erfolgte eine begleitende systemische Therapie, davon 28,8 % mit Immuntherapie. Zehn nicht bestrahlte Läsionen wurden gesondert ausgewertet.

Exzellente lokale Kontrolle

Das mediane Gesamtüberleben betrug 20,5 Monate, das mediane intrakranielle progressionsfreie Überleben 13 Monate. Die lokale Kontrolle war hervorragend: Lediglich 4 % der Läsionen zeigten eine Progression innerhalb des Bestrahlungsfeldes. Hingegen trat bei 47,6 % der Läsionen eine Progression außerhalb des Bestrahlungsfeldes auf. Besonders auffällig: 80 % der nicht bestrahlten Läsionen, die ausschließlich mit Immuntherapie behandelt wurden, zeigten eine Progression. In der multivariaten Analyse war das Vorhandensein multipler Metastasen der einzige signifikante Prädiktor für eine Progression.

Integrierte SRT-IO-Strategien als Schlüssel bei multifokalem Befall

Die Ergebnisse belegen die hohe Wirksamkeit der stereotaktischen Strahlentherapie bei der lokalen Tumorkontrolle. Gleichzeitig verdeutlichen sie, dass die alleinige Immuntherapie für nicht bestrahlte Läsionen nicht ausreicht. Integrierte SRT-IO-Strategien – insbesondere bei Patienten mit multifokalem intrakraniellen Befall – erscheinen daher klinisch besonders vielversprechend.

Quelle: Kerem TT, Khaled E, Philipp l et al. Stereotactic radiotherapy for malignant melanoma brain metastases in the immunotherapy era and the response rates of non-irradiated lesions. Deutscher Krebskongress 2026; Abstract DKK2026-914

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