Onkologie » Urogenitale Tumoren » Prostatakarzinom

»

Wesentliche Neuerungen und Überblick der medikamentösen Therapieoptionen

Wesentliche Neuerungen und Überblick der medikamentösen Therapieoptionen

Aktuelles

Onkologie

Urogenitale Tumoren

Prostatakarzinom

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Die S3-Leitlinie Prostatakarzinom wurde in der Version 8.0 umfassend aktualisiert. Im Rahmen der Überarbeitung wurden 28 systematische Fragestellungen bearbeitet und die Empfehlungen, Statements sowie Hintergrundtexte in mehreren Kapiteln überprüft und angepasst. Lesen Sie hier ausgewählte Änderungen sowie eine Übersicht über die aktuellen medikamentösen Optionen.

Leitlinienanpassungen in Früherkennung, Diagnostik und Stadieneinteilung

Das neue Kapitel 4 vereint die bisherigen Kapitel zur Früherkennung, Diagnostik und Stadieneinteilung. Für die Früherkennung wird keine digital-rektale Untersuchung mehr empfohlen. Männern ab 45 Jahren mit einer Lebenserwartung von mindestens zehn Jahren, die eine Früherkennung wünschen, soll nach Beratung die Bestimmung des PSA-Werts angeboten werden. Die Intervalle der weiteren Früherkennung richten sich nach dem PSA-Wert und reichen von fünfjährigen Abständen bei niedrigen Werten bis zur weiteren Diagnostik bei erhöhten Werten. Die Empfehlungen berücksichtigen zudem familiäre Belastungen und genetische Prädispositionen.

In der Diagnostik wurde die Rolle der Magnetresonanztomographie (MRT) gestärkt, insbesondere im Rahmen der Primärdiagnostik. Die Indikationsstellung für das MRT orientiert sich am individuellen Risiko. Für Patienten mit PI-RADS 1 oder 2 Befunden wird keine Biopsie mehr empfohlen. Die Empfehlungen zur Durchführung der Biopsie, zum transrektalen Ultraschall sowie zu Re-Biopsien nach negativer Erstbiopsie wurden aktualisiert. Männern mit metastasierter Erkrankung oder Hinweis auf ein familiäres Tumorrisikosyndrom wird die Vorstellung in einer humangenetischen Sprechstunde empfohlen.

Die Stadieneinteilung berücksichtigt nun aktuelle bildgebende Verfahren. Die Empfehlungen zur lokalen Diagnostik und Ausbreitungsdiagnostik wurden auf den neuesten Stand gebracht. Eine Ausbreitungsdiagnostik soll erst bei ungünstigem intermediärem oder hohem Risiko vor einer therapeutischen Entscheidung erfolgen.

Zum vollständigen Beitrag

Bilderquelle: © Natallia – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

ki-modell-blutkrebsdiagnostik-cytovi-forschungsteam-labor

Vereinfachter Blutkrebs-Diagnose durch KI-Modell

Aktuelles

Neues open-sources KI-Modell soll die standardisierte Analyse klinischer Routinedaten erleichtern. Das Modell erkennt Krebszellen automatisch und reduziert die händische Auswertung.

Onkologie

Hämatoonkologie

Allgemeine Aspekte

Beitrag lesen
Tablet mit der leuchtenden Aufschrift RHABDOMYOSARCOMA und daneben ein Stethoskop auf dunkler Tischoberflaeche

Neuer Therapieansatz beim embryonalen Rhabdomyosarkom

Aktuelles

Rhabdomyosarkome sind mesenchymalen Ursprungs und ähneln Skelettmuskelzellen. Sie gehören zu den häufigsten Weichteilsarkome bei Kindern.

Onkologie

Sarkome

Weichteilsarkome

Beitrag lesen
Aerztin in Schutzkleidung und FFP2-Maske verabreicht einem jungen Patienten im Krankenhausbett eine Infusion mit genveraenderten Stammzellen

Erstmals erfolgreiche Behandlung mit CRISPR-Therapeutikum

Aktuelles

Der 19-jährige Mohammad ist der erste Patient mit Beta-Thalassämie, der im Zuge der Standardtherapie das auf der Genschere CRISPR basierende Medikament Exagamglogene Autotemcel erhalten hat. Das Medikament ist das erste zugelassene CRISPR-Therapeutikum.

Onkologie

Hämatologie

Beitrag lesen