Ophthalmologie » Hinterer Augenabschnitt

»

DMÖ-Patienten für FAROS-Studie Phase IV gesucht  

KI generiertes Symbolfoto Makula Ödem

Quelle: Adobe Stock / Adisorn

DMÖ-Patienten für FAROS-Studie Phase IV gesucht  

Aktuelles

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Diabetes zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland, mit bundesweit rund 8,6 Prozent Betroffenen. Zu den möglichen Folgen gehört das diabetische Makulaödem. Die Universitätsmedizin Halle führt dazu nun aktuell die „FAROS“-Studie Phase IV durch.

Ziel der FAROS-Studie in Phase IV ist, die Wirkung des zugelassenen Medikaments Faricimab auf das Sehvermögen und auf Veränderungen der Netzhautgefäße bei Menschen mit diabetischem Makulaödem zu analysieren. Darüber hinaus soll erforscht werden, wie sich die Häufigkeit der lokalen Injektionen verringern lässt. 

Für die Studie werden Erwachsene mit Diabetes mellitus und diabetischem Makulaödem gesucht, die bisher keine oder nur eine begrenzte Vorbehandlung mit einem zugelassenen Medikament (maximal zehn Injektionen über zehn Monate) erhalten haben. Geleitet wird die Studie vom Netzhautexpertenteam der Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde unter Prof. Dr. Arne Viestenz. 

Das Behandlungsschema sieht zunächst drei Injektionen im monatlichen Abstand vor. Bei Verbesserung der Sehschärfe werden die Intervalle schrittweise verlängert, was die Gesamtzahl der Injektionen deutlich reduziert. Eine Besonderheit dieser Phase-IV-Studie ist die äußerst detaillierte Beobachtung der Teilnehmenden. Mithilfe moderner optischer Verfahren lässt sich die Netzhaut bis auf ein Millionstel Meter genau darstellen. Dadurch ist es erstmals möglich, die Mikrostrukturen der Netzhäute und der Augengefäße von Menschen mit Diabetes im Behandlungsverlauf mit denen gesunder Menschen zu vergleichen. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, personalisierte Behandlungen zu entwickeln. 

Faricimab ist ein Antikörper, der krankhafte Gefäßneubildungen im Augeninneren hemmt und die feinen Gefäßwände zugleich stabilisiert. Er ist seit 2022 zur Behandlung zugelassen. Die Studie wurde von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg konzipiert und vom Paul-Ehrlich-Institut sowie der zuständigen Ethikkommission genehmigt. Unterstützt wird sie durch die Roche Pharma AG. 

Weitere Informationen unter FAROS-Info@uk-halle.de. 

Quelle: UMH 

Weitere Beiträge zu diesem Thema

IOL Linse an Pinzette

Bis 1. November verlängert: Call for Papers für 41. DGII-Kongress in Heidelberg

Kongress

Der kommende DGII-Kongress, veranstaltet von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie, findet am Freitag, 19., und Samstag, 20. Februar 2027, in Heidelberg statt. Abstracts für Vorträge können noch bis Sonntag, 18. Oktober 2026 über den vorgesehenen Einreichungslink eingereicht werden.

Ophthalmologie

Refraktive Chirurgie

Beitrag lesen
Porträt von Prof. Volker Busskamp.

Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt

Aktuelles

Die mit dem Medizin-Nobelpreis 2026 ausgezeichnete Optogenetik eröffnet neue Möglichkeiten für die Analyse neuronaler Netzwerke und degenerativer Netzhauterkrankungen. Prof. Volker Busskamp ordnet die Bedeutung der Technologie für die ophthalmologische Forschung ein.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen
Eröffnungsveranstaltung des DOG-Kongresses 2026 zum Leitthema „Augenheilkunde ohne Grenzen“.

Grenzenlos vernetzt: DOG 2026 setzt Impulse für bessere Versorgung

Kongress

Mit 4.657 Teilnehmenden stand die DOG 2026 ganz im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit. Unter dem Motto „Augenheilkunde ohne Grenzen“ diskutierten Teilnehmende neue Wege für Vernetzung, Wissenstransfer und zukunftsorientierte Patientenversorgung.

Ophthalmologie

Sonstiges

Beitrag lesen