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Grenzenlos vernetzt: DOG 2026 setzt Impulse für bessere Versorgung

Eröffnungsveranstaltung des DOG-Kongresses 2026 zum Leitthema „Augenheilkunde ohne Grenzen“.

Grenzenlos vernetzt: DOG 2026 setzt Impulse für bessere Versorgung

Kongress

Ophthalmologie

Sonstiges

mgb medizin Redaktion

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4 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Unter dem Leitthema „Augenheilkunde ohne Grenzen“ hat die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG) auf ihrem 124. Kongress fachübergreifende Kooperation und internationale Vernetzung in den Mittelpunkt gestellt. Insgesamt 4657 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen ins Berliner Estrel, darunter 3220 Fachteilnehmende. „Das neue Format der Focus Sessions hat den länderübergreifenden Austausch in der Ophthalmologie systematisch intensiviert“, resümiert DOG-Präsident Professor Dr. med. Lars-Olof Hattenbach.

Zu weiteren Höhepunkten der DOG 2026 zählten die Verleihung der Albrecht-von-Graefe-Medaille und die Keynote Lectures. Am EyeRun der Stiftung Auge beteiligten sich so viele Läuferinnen und Läufer wie nie zuvor.

Wie viele andere Disziplinen auch, wird die Augenheilkunde derzeit stark von globalen Dynamiken, tiefgreifenden Umbrüchen und technologischen Innovationen geprägt. „Diese Entwicklungen eröffnen uns neue Räume für kreative Kooperationen, Synergien und gemeinsame Visionen – wenn wir Grenzen hinter uns lassen, Grenzen im Denken und durch Sprachen, zwischen Ländern, zwischen Klinik und Praxis, ärztlicher Expertise und Industrie“, sagt Hattenbach. Das Kongress-Leitthema „Augenheilkunde ohne Grenzen“ stehe sinnbildlich für ein solches sektoren- und fachübergreifendes, internationales Selbstverständnis.

Dieser Idee folgte das neue Kongress-Format „Focus Sessions“, für das auch erstmals Live-Übersetzungen zur Verfügung standen. „Gemeinsam mit internationalen Fachgesellschaften haben wir länderübergreifende Sitzungen zu aktuellen Trends aus den verschiedenen Subspezialitäten der Augenheilkunde kuratiert, für mich einer der Höhepunkte der DOG“, so Hattenbach. Zu den Highlights zählte zudem die Verleihung der Albrecht-von-Graefe-Medaille an den britischen Netzhautforscher Professor Alan C. Bird, MD. Die Graefe-Medaille ist die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Fachgesellschaft und wird nur alle zehn Jahre für große Verdienste um die Ophthalmologie verliehen.

Hochkarätig besetzt waren auch wieder die Keynote Lectures. Professorin Anat Loewenstein, MD, aus Tel Aviv/Israel, zeigte in ihrer Keynote auf, wie optische Kohärenztomographie für den Heimgebrauch die Patientenversorgung verändern kann. Welche enormen Verbesserungen die Digitalisierung der Medizin in Großbritannien gebracht hat, berichtete Professor Dr. med. Heinrich Heimann aus Liverpool/UK. Professor Yannick Le Mer aus Paris/Frankreich sprach über das Netzhaut-Implantat PRIMA, das in Studien verlorenes Sehvermögen bei AMD reaktivieren konnte. Weiterer internationaler Akzent: Auf dem Kongress konnten Vorbereitungskurse zur europäischen Facharztprüfung, dem EBO-Examen, besucht werden.

Stark nachgefragt war das Kongress-Rahmenprogramm. Neben dem Gesellschaftsabend war der EyeRun, eine Benefizveranstaltung der Stiftung Auge der DOG, schon früh ausgebucht – 138 Läuferinnen und Läufer absolvierten am Freitagmorgen um 7 Uhr die bekannte Fünf-Kilometer-Laufstrecke, so viele wie nie zuvor. „Der sportliche Termin gehört für Viele mittlerweile einfach dazu“, freut sich Hattenbach, der als Direktor der Augenklinik am Klinikum Ludwigshafen tätig ist. Am Abend folgte der musikalische Höhepunkt mit dem DOG in Concert. Das Benefizkonzert des DOG-Kammerorchesters, ebenfalls zugunsten der Stiftung Auge, fand in diesem Jahr das erste Mal in der Mendelssohn-Remise im Haus Mendelssohn in Berlin-Mitte statt, dem historischen Stammhaus der bedeutenden Privatbank.

Die Augenärztinnen und Augenärzte konnten auf dem Kongress verschiedenste Sitzungsformate besuchen – drei Keynotes, 72 Symposien, zehn DOG-Updates, vier International Experts Day Sitzungen, 60 Kurse, 19 freie Vortragssitzungen, 36 Postersitzungen, 73 Arbeitssitzungen, 8 Workshops und die Führungsakademie. Insgesamt 1371 Beiträge konnten in den wissenschaftlichen Sitzungen präsentiert werden. In der Industrieausstellung* zeigten 114 Ausstellende auf 2.552 Quadratmetern innovative Produkte und Services.

Darüber hinaus wurden in Berlin turnusmäßig Mitglieder der Präsidien gewählt. Professorin Dr. Anja Eckstein, Essen, hat das Amt der Präsidentin der DOG übernommen – im kommenden Jahr findet die DOG unter ihrer Präsidentschaft vom 30. September bis 3. Oktober 2027 wieder im Berliner Estrel statt. Professor Dr. Lars-Olof Hattenbach, Ludwigshafen, ist nunmehr Zweiter Vizepräsident. Als Erster Vizepräsident und somit Kongresspräsident 2028 wurde Professor Dr. Martin Spitzer, Hamburg, gewählt.

Ins Gesamtpräsidium wieder bzw. neu gewählt wurden: Professor Dr. Thomas Kohnen, Frankfurt/Main, als Schatzmeister; Professor Dr. Andreas Stahl, Greifswald, und Professorin Dr. Verena Prokosch, Mainz, als Vertretende der Hochschullehrer, die augenärztliche Leiter von Kliniken oder selbständigen Abteilungen an Universitäten oder Hochschulen sind; Professorin Dr. Friederike Schaub, Rostock, als Vertreterin habilitierter ophthalmologischer Hochschullehrer; Professor Dr. Gerd Geerling, Düsseldorf, als Pressesprecher; Professor Dr. Sebastian Thaler, Tübingen, als Vertreter der DOG-Sektion Gewebetransplantation – Vereinigung deutscher Hornhautbanken; Professorin Dr. Stephanie Joachim, Bochum, als Vertreterin der DOG-Sektion Glaukom; Professor Dr. Philip Maier, Freiburg, als Vertreter der DOG-Sektion Kornea; Professorin Dr. Carina Kelbsch, Tübingen, als Vertreterin der DOG-Sektion Neuroophthalmologie; Professor Dr. Vinodh Kakkassery als Vertreter der DOG-Sektion Ophthalmologische Onkologie; Professorin Dr. Martina Herwig-Carl, Bonn, als Vertreterin der DOG-Sektion Ophthalmopathologie; Professor Dr. Carsten Heinz, Münster, als Vertreter der DOG-Sektion Uveitis; Dr. Antonia Howaldt, Köln, als Vertreterin der AG Young DOG; Professor Dr. Wolf Lagrèze, Freiburg, als Vertreter der GSNK Gesellschaft für Strabologie, Neuroophthalmologie & Kinderophthalmologie e.V.; Professor Dr. Martin Rohrbach, Tübingen, als Zweiter Rechnungsprüfer.

Quelle: DOG

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