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KI-gestützte Bildanalyse in der AMD-Diagnostik

Zwei Ärzte vor Computerbildschirm mit Diagnose-Tool

KI-gestützte Bildanalyse in der AMD-Diagnostik

Aus der Praxis

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Als erste Universitätsklinik in Deutschland nutzt die Augenklink des Uniklinikums Würzburg eine innovative KI-gestützte Technologie, um die Diagnostik und die Therapieentscheidungen bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD) zu verbessern.

Die von Prof. Dr. Jost Hillenkamp geleitete Augenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) arbeitet seit Anfang 2025 mit den medizinischen Softwarelösungen Fluid Monitor und GA Monitor der RetInSight GmbH. Der Fluid Monitor ist eine KI-basierte Software zur präzisen und automatischen Auswertung von mit optischer Kohärenztomografie (OCT) gewonnenen Bildern. Das System erlaubt es den Ärztinnen und Ärzten, krankheitstypische Flüssigkeiten in den verschiedenen Netzhautschichten auf einen Blick zu erkennen und zu quantifizieren. Diese Flüssigkeitsaustritte sind die wichtigsten Indikatoren für die Aktivität der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD, feuchte AMD). Der Fluid Monitor liefert einen übersichtlichen und bebilderten PDF-Bericht und bietet eine praktikable Basis für die Beurteilung des Krankheitsverlaufes und die individuelle Anpassung der Behandlung.

Unterstützung bei der Bewertung der Degeneration

Der GA Monitor ist ein ebenfalls KI-basiertes Programm zur Befundung von OCT-Bildern im Rahmen des Managements der geographischen Atrophie (GA), der trockenen Form der AMD. Es visualisiert, lokalisiert und quantifiziert die Degeneration der Photorezeptoren und den Verlust des retinalen Pigmentepithels in der Netzhaut, lange bevor dies in der klinischen Routine erkennbar ist. Innerhalb von Minuten erstellt der GA Monitor einen einseitigen PDF-Bericht. „Die Software ermöglicht damit erstmals eine umfassende und frühzeitige Erfassung der Aktivität und des Stadiums der GA, was mit Routinemethoden bisher nicht möglich war“, schildert Hillenkamp. Die leicht verständlichen Bilder des Berichts unterstützen nach seinem Worten zudem die Patientenkommunikation bei der schweren chronischen Erkrankung.

Am UKW kommen die OCT-Bildanalyseprogramme in der Netzhaut- und IVOM-Sprechstunde bei ausgewählten Patientinnen und Patienten zum Einsatz. Im weiteren Jahresverlauf wird die UKW die Effizienz und den Nutzen der Software evaluieren, um deren Einsatz in der Patientenversorgung gezielt weiterzuentwickeln.

Quelle: UKW-Presseinformation vom 02.05.2025

Bildquelle:© Regina Vornberger / UKW

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