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RiTA 2025: Erster interaktiver Refraktionskurs in Homburg

Gruppenbild der RiTA-Beteiligten

RiTA 2025: Erster interaktiver Refraktionskurs in Homburg

Aus der Praxis

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

3 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Vom 28.02.–02.03.2025 fand an der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes unter der Leitung von Prof. Dr. Berthold Seitz der erste Refraktionskurs inTerAktiv (RiTA) statt. (Angehende) Augenärztinnen und Augenärzten wurden praxisnah und intensiv in objektiver und subjektiver Brillenglasbestimmung geschult.

Der theoretische Teil wurde von Prof. emer. Dr. Ulrich Schiefer (ehemals Hochschule Aalen, Universitäts-Augenklinik Tübingen) übernommen, der mit seinem klar strukturierten und anschaulichen Unterricht großen Anklang fand.

Innovatives Konzept mit individueller Betreuung

Ein besonderes Merkmal des RiTA-Kurses ist das optimale Betreuungsverhältnis: Ein Trainer unterrichtet jeweils nur zwei Trainees. Diese intensive Betreuung, unmittelbar nach jeder theoretischen Kurseinheit, gewährleistet eine direkte Umsetzung theoretischer Inhalte in die Praxis und ermöglicht ein effektives Lernen.

Der dreitägige Kurs bot eine strukturierte und praxisnahe Einführung in verschiedene Refraktionsmethoden, darunter:

  • Sehschärfenprüfung: Definitionen, logarithmische Skalierung, Abbruchkriterien, Gutachten-relevantes Procedere, ETDRS-Tafeln und andere Visustests
  • subjektive sphärische und zylindrische Refraktion: Optische Grundlagen, Fragetechniken, bestes sphärisches Glas, Kreuzzylindermethode, Rot-Grün-Abgleich, Über- und Unterkorrektion
  • binokularer Abgleich: u.a. Methoden nach Friedburg und Østerberg
  • Bestimmung des Nahzusatzes: Akkommodationsvorgang, Bestimmung des optimalen Nahzusatzes
  • Refraktion mit dem manuellen Phoropter: Bedienung, Fehlerquellen, Vor- und Nachteile
  • objektive Refraktion/Skiaskopie: Sphärische und astigmatische Skiaskopie, Übungen an Phantomaugen

Jede theoretische Einheit wurde durch praktische Übungen ergänzt. Die Teilnehmenden arbeiteten in Zweiergruppen und konnten die erlernten Techniken direkt unter Anleitung erproben.

Für den Kurs wurden seitens der Ärztekammer des Saarlandes 29 CME-Fortbildungspunkte vergeben. Am Ende absolvierten die Teilnehmenden eine Abschlussprüfung und erhielten ein Zertifikat, das die erlernten Fähigkeiten bestätigt.

Positive Resonanz

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Besonders die Kombination aus Theorie und Praxis sowie die gute Betreuung wurden hervorgehoben. „Die Atmosphäre war sehr motivierend, die Inhalte praxisnah vermittelt – ein Kurs, der nicht nur lehrreich, sondern auch äußerst kurzweilig war.“ „Die Möglichkeit, das Gelernte sofort praktisch umzusetzen, war ein großer Vorteil. Der Kurs hat mir viel Sicherheit in der Refraktionsbestimmung gegeben.“

Der RiTA-Kurs 2025 hat sich als innovatives und praxisorientiertes Fortbildungsangebot etabliert. Dank der hervorragenden Organisation vor Ort durch PD Dr. Alaadin Abdin, Dr. Jessica Obst und Julian Kahlert sowie der fundierten Wissensvermittlung durch Prof. Schiefer bot der Kurs eine wertvolle und anwendungsnahe Schulung für (angehende) Augenärztinnen und Augenärzte. Prof. Seitz unterstützte als Direktor der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes dieses zukunftsweisende Fortbildungsprojekt von Anfang an.

Ausblick: RiTA 2026

Nach dem erfolgreichen Auftakt steht bereits der nächste Termin fest: RiTA 2026 wird vom 5. bis 7. März 2026 in der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes stattfinden. Um die individuelle Betreuung sicherzustellen, ist die Teilnehmerzahl wieder auf 20 Personen begrenzt.

Quelle: Pressemeldung der Klinik für Augenheilkunde UKS vom 12.03.2025

Bildquelle:© UKS

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