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Antibiotische Therapie in der ambulanten Pädiatrie – Update 2026

Kinderärztin untersucht Kleinkind, das am Schoß der Mutter sitzt

Quelle: © Graphicroyalty – stock.adobe.com

Antibiotische Therapie in der ambulanten Pädiatrie – Update 2026

Fachbeitrag

Paediatrie

Allgemeinpädiatrie

mgb medizin Redaktion

Verlag

3 MIN

Erschienen in: pädiatrische praxis

Empfehlungen der AG ABS ambulante Pädiatrie der DGPI

Über- und Fehlgebrauch von Antibiotika fördern Resistenzentwicklungen und erhöhen das Risiko unerwünschter Wirkungen. Die Arbeitsgruppe ABS ambulante Pädiatrie (ABSaP) aktualisiert und veröffentlicht regelmäßig praxisorientierte, evidenzbasierte Empfehlungen zur ambulanten antibiotischen Therapie häufiger Infektionserkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

Zusammenfassung

Das Update 2026 betont weiterhin zentrale ABS‑Prinzipien: In den meisten Fällen kann eine antibiotische Therapie in der Praxis vermieden werden und ein »watchful waiting«- bzw. »delayed prescription«-Vorgehen gewählt werden. Ist jedoch eine antibiotische Therapie indiziert, soll sie nicht vorenthalten werden. Es soll jedoch das am besten geeignete Antibiotikum in korrekter Dosierung nur so lang wie unbedingt erforderlich zum Einsatz kommen. Der Einsatz topischer Antibiotika soll nur in gut begründeten Ausnahmen erfolgen.
Viele Empfehlungen beruhen auf begrenzter Evidenzlage in den pädiatrischen Altersgruppen. Die individuelle klinische Einschätzung der Patientinnen und Patienten, Beachtung von Red Flags und klinische Reevaluation sind essenziell. Die Empfehlungen gelten für unkomplizierte ambulant erworbene Infektionen. Bei Kindern mit relevanten Vorerkrankungen oder kritisch kranken Patientinnen und Patienten gelten diese Empfehlungen nicht. Diese Patientinnen und Patienten sind individuell weiterführend zu versorgen.

Autorinnen und Autoren: J. Soler Wenglein1, Ö. Dogan2, E. Hamelmann1, W. Klein3, J. Liese4, D. Mehrtens5, A. Simon6, N. Töpfner7, S. Trapp8, A.-S. Yussif9, weitere Mitglieder der AG ABSaP, M. Hufnagel10, R. Tillmann11 (1Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Evangelisches Klinikum Bethel, Medizinische Fakultät OWL, Universität Bielefeld; 2Kinder- und Jugendpraxis Dogan, Stuttgart; 3Praxis für Kinder- und Jugendmedizin Wolfgang Klein, Augsburg; 4Pädiatrische Infektiologie, Universitätsklinikum Würzburg; 5Euregio Kinder- und Jugendärzte, Geilenkirchen; 6Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar; 7Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden; 8Ambulante Kinder- & Jugendmedizin Bremen-Huchting, Gemeinschaftspraxis, Bremen; 9Praxis für Kinder- und Jugendmedizin Christoph Kuna, Leipzig; 10Sektion Pädiatrische Rheumatologie und Klinische Infektiologie, Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendklinik, Universitätsklinikum, Medizinische Fakultät, Universität Freiburg; 11Praxis für Kinder- und Jugendmedizin Roland Tillmann, Bielefeld)

Der Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in pädiatrische praxis 2026; 104 (4): 463–473.

ZUM VOLLSTÄNDIGEN ARTIKEL

Weitere Informationen:
AG ABSaP/DGPI: Update 2026 der Empfehlungen zur antibiotischen Standardtherapie häufiger Infektionskrankheiten in der ambulanten Pädiatrie – Version 4 (Stand Januar 2026): https://dgpi.de/absap-guidelines-2026/
Direkt zu den Empfehlungen: Antibiotische Therapie in der ambulanten Pädiatrie 2026: https://dgpi.de/wp-content/uploads/2026/01/Antibiotika-ambulante-Paediatrie_Jan2026_Aenderungen-blau.pdf

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