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Unliebsame Urlaubserinnerungen

Arzt hält Schild mit der Aufschrift "Myiasis"

Quelle: © Yurii Kibalnik – stock.adobe.com

Unliebsame Urlaubserinnerungen

Fachbeitrag

Paediatrie

Chirurgie & Orthopädie

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: pädiatrische praxis

Kutane Myiasis: Bei furunkelähnlichen Hautveränderungen nach Reisen nach Zentral- oder Südamerika sollte an die Larve der Dasselfliege (Dermatobia hominis) gedacht werden. Juckreiz, subkutane Bewegungen, stechende Schmerzen und eine kleine Atemöffnung sind typische Hinweise.

Zusammenfassung

Durch die zunehmende Reiseaktivität – auch in tropische Länder – werden wir heute auch in den Ambulanzen mit in Europa nicht heimischen Erkrankung konfrontiert. Uns wurde eine 3-jährige Patientin mit einer schmerzhaften größenprogredienten Raumforderung am behaarten Kopf vorgestellt. Anamnestisch berichtete die Familie, dass sie zuvor in Brasilien im Urlaub gewesen seien und die junge Patientin dort von einem unbekannten Insekt in den Kopf gestochen worden sei. Nach initialer Entzündung des Stichareales und einer Größenprogredienz sei dem Vater dann im Verlauf eine »Bewegung« unter der »Kopfschwarte« aufgefallen. Klinisch zeigte sich uns eine schmerzhafte, furunkelartige Hautveränderung der Kopfhaut. Nach chirurgischer Eröffnung der Wunde konnte eine Larve einer Dasselfliege (Dermatobia hominis) exstirpiert werden. Die primär in Zentral- und Südamerika beheimatete Fliegenlarve sollte bei Patientinnen und Patienten mit furunkelähnlichen Hautveränderungen, die von einer Reise aus einem Endemiegebiet zurückkehren, in Erwägung gezogen werden.

Autoren: Danilo Skudelny, Univ.-Prof. Dr. Thomas Meyer (Abteilung für Kinder- und Jugendchirurgie – Kinderurologie und Kindertraumatologie, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie (Chirurgie I), Zentrum Operative Medizin, Klinikum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg)

Der Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in pädiatrische praxis 2026; 104 (4): 580–584.

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